Munderkinger VfL-Chef und Förderschulleiter verstorben

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Hellmut Hummel
Hellmut Hummel (Foto: Archiv: Kircheis)

Der Trauergottesdienst findet am Freitag, 13. Juli, um 13 Uhr in der Stadtpfarrkirche in Munderkingen statt. Die Beerdigung schließt sich an.

Im Alter von 63 Jahren ist am vergangenen Samstag Hellmut Hummel, Vorsitzender des VfL Munderkingen und Leiter des „Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum – Förderschwerpunkt Lernen“ verstorben.

Der plötzliche Tod macht betroffen

„Mit Hellmut Hummel verlieren wir einen außergewöhnlich rührigen und engagierten Lehrer und Schulleiter der Förderschule Munderkingen. Sein plötzlicher Tod macht uns alle sehr betroffen“, sagt Munderkingens Bürgermeister Michael Lohner. Bereits seit 1979 unterrichtete Hummel an der Förderschule und seit 2004 hat er die Schule geleitet. Bei seiner pädagogischen Arbeit hätten stets die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt gestanden, so der Bürgermeister weiter. Ein großes Anliegen sei ihm die Entwicklung der Persönlichkeit und die Vorbereitung auf das künftige Berufsleben seiner Schützlinge gewesen. „Die Förderschule war sein Leben.“

Für das Projekt Munderkinger Kinder-Kino erhielt Hellmut Hummel zusammen mit den Schülerinnen und Schülern den Förderpreis der Stadt Munderkingen.

Weitblick und Zielstrebigkeit prägten sein Handeln

Die Schulgemeinschaft verliere mit Hellmut Hummel einen Schulleiter, der die Schule geprägt und weiterentwickelt hat“, heißt es in deren Nachruf. Die Schulgemeinschaft habe ihm viel zu verdanken und werde ihm deshalb stets ein ehrendes Andenken bewahren. „Mit unermüdlichem Engagement, großem Weitblick und Zielstrebigkeit war er stets mit Herz und Seele für unsere Schulgemeinschaft da“, so die Schulgemeinschaft aus Lehrern, Eltern und Schülern der Förderschule.

2012 übernahm Hellmut Hummel kommissarisch die Leitung des VfL Munderkingen. Seit 2013 bis zu seinem Tod war er der Vorsitzende des Sportvereins. „Für mich war Hellmut Hummel ein sehr guter Vorsitzender, der immer viel Wert auf die Zusammenarbeit innerhalb des Vorstands gelegt hat“, sagt der Schriftführer des Vereins, Harald Ertle. Innerhalb der Vereinsführung habe unter seiner Leitung eine familiäre Atmosphäre geherrscht. „Wir haben uns nicht nur zu den Sitzungen getroffen, sondern auch zu Kanufahrten und Gesprächen“, erinnert sich Ertle.

Hellmut Hummel habe stets versucht, Synergien zu nutzen und hat deswegen auch Kooperationen zwischen dem VfL und der Förderschule ins Leben gerufen. „Zum Beispiel bei Projekt Zirkus macht stark“, sagt Harald Ertle. Er habe aber auch Freiwilligendienstler der Schule in die Jugendarbeit beim Sportverein integriert.

25 Jahre für den Jugendfußball

In seiner Jugend hat Hummel selbst Fußball gespielt, später hat er sich vor allem für den Tischtennissport begeistern können, berichtet sein Sohn Fabian Hummel. Der glühende Anhänger von Borussia Dortmund war rund 25 Jahre ehrenamtlicher Trainer und Betreuer im Jugendbereich. Anfangs hat er sich vor allem für den Jungenfußball eingesetzt. Als seine Töchter mit dem Fußballspielen begann, übernahm er den Mädchenfußballbereich. „So ist er dann auch in den Vorstand des VfL gekommen“, weiß sein Sohn. Bevor er die Leitung des VfL Munderkingen übernahm, war Hellmut Hummel stellvertretender Vereinsvorsitzender.

Wie es nach dem Tod Hellmut Hummels im VfL weitergeht, stehe noch nicht fest. Ob eine außerordentliche Versammlung einberufen wird, um einen neuen Vorsitzenden zu wählen, oder Hummels Stellvertreter Philipp Schaible die Vereinsgeschicke bis zur nächsten ordentlichen Hauptversammlung führen wird, sei unklar. Das werde wohl auch Thema bei der anstehenden Sitzung des Gesamtausschusses sein.

Der Trauergottesdienst findet am Freitag, 13. Juli, um 13 Uhr in der Stadtpfarrkirche in Munderkingen statt. Die Beerdigung schließt sich an.

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