Munderkinger liest aus seinem ersten Roman

Lesedauer: 4 Min
Peter Schwendele hat sein erstes Buch vorgestellt.
Peter Schwendele hat sein erstes Buch vorgestellt. (Foto: Sz- khb)
Karl-Heinz Burghart

Mehr als 70 Zuhörer sind am Freitagabend zur Autorenlesung in die Munderkinger Mediathek gekommen. Dort hat der Autor Peter Schwendele sein erstes Buch, den Kriminalroman „Verkaufte Erleuchtung“ vorgestellt.

In der Donaustadt ist Peter Schwendele kein Unbekannter, er wurde in Munderkingen geboren, wuchs hier auf, ging in Ulm zur Schule und lebt seit rund 20 Jahren im badischen Schopfheim. „Ich freue mich, dass ich meinen Krimi in meiner Heimatstadt vorstellen darf und vor allem, dass so viele interessierte Munderkinger gekommen sind“, sagte Schwendele.

Kein simpler Krimi

Mit dem Roman „Verkaufte Erleuchtung“ sei für ihn ein Jugendtraum, der in Munderkingen begonnen habe, in Erfüllung gegangen, so der Autor. „Ich wollte schon immer ein Buch schreiben, musste aber 53 Jahre alt werden, bis sich der Traum erfüllte“. Ein „simpler Krimi, einfach nur mit einem Mord, der aufgeklärt wird“, sei für ihn nicht in Frage gekommen, erklärte Schwendele. „Ich wollte einen realistischen Hintergrund für meine Geschichte haben“, sagt er am Freitag.

Und den fand der Autor in der Sannyasin-Bewegung und dem Bhagwan-Kult. Die „Bewegung der orange-gewandeten Hippies“ sei bis heute aktuell, so Schwendele. „obwohl sie ihren Höhepunkt in den 80er-Jahren hatte“. Der Krimi „Verkaufte Erleuchtung“ spielt in Unterwilzingen. Der kleine Ort und seine Gehöfte hätten „perfekt als Kulisse seines Romans“ gepasst, sagte Schwendele. „Dass dort Sannyasins auf einem Hof leben, ist aber einzig meiner Fantasie entsprungen“.

Ausführlich stellte der Autor am Freitag die Hauptpersonen seines Romans vor. Auf dem abgewirtschafteten Hof von Adolf Schindler, lebt die Sannyasin-Kommune um ihren Anführer Namito. Den und seine „Jünger“, hält Schindler zwar für „gestörte Spinner“, ist aber froh, dass er mit deren Miete seinen Schnaps finanzieren kann. Als Kommunenmitglied Silvie tot aufgefunden wird, beginnen Kommissarin Zita Gehring und ihre beiden Kollegen mit den Ermittlungen. Dabei müssen sie immer tiefer in die Spiritualität der Sannyasin, den Glauben an eine bessere Welt und das Streben nach Erleuchtung eintauchen. Schnell entdeckt das Ermittler-Trio ein Geflecht aus Täuschung, Lügen und falschem Ehrgeiz. „Und schließlich liegt der Schlüssel zur Lösung des Falls in Ereignissen zur Hochphase des Bhagwan-Kults, die sich bis heute auswirken“, so der Autor. Der 380-seitige Kriminalroman „Verkaufte Erleuchtung“ ist im Tübinger Silberburg-Verlag erschienen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen