Munderkinger Friseurin ist drittbeste im Land

Lesedauer: 4 Min
Jennifer Senn ist die drittbeste Friseurgesellin im Land.
Jennifer Senn ist die drittbeste Friseurgesellin im Land. (Foto: Sz- eis)

Die 20-Jährige Munderkingerin Jennifer Senn hat in diesem Jahr ihre Ausbildung als Friseurin abgeschlossen. Aufgrund ihrer guten Leitungen ist sie in diesem Jahr Kammersiegerin des Bereichs geworden. Damit hat sie sich für den Landeswettbewerb der Friseurgesellen qualifiziert, bei dem sie Dritte geworden ist.

Obwohl auch Jennifer Senns Schwester bereits Friseurin ist, hat die 20-Jährige Munderkingerin erst spät erkannt, dass dieser Beruf auch etwas für sie ist. „Ich wollte immer einen Beruf, bei dem ich mich kreativ ausleben kann und bei dem ich nicht irgendwo allein vor mich hinarbeite“, erinnert sich die Jungfriseurin. Aber erst als sie ihrer Schwester mal beim Arbeiten zuschaute, wurde ihr ganz plötzlich klar, dass dieser Beruf auch für sie das Richtige ist.

Spaß an der Arbeit

Dass das Friseur-Handwerk für viele Jugendliche wegen der verhältnismäßig geringen Bezahlung heute weniger attraktiv ist, hat Jennifer Senn nie wirklich interessiert, berichtet sie. „Mir war es wichtiger, dass mir die Arbeit Spaß macht und ich jeden Tag gerne hingehe“, so die 20-Jährige. Und das sei beim Salon Estetica in Munderkingen der Fall. „Die Stimmung im Salon ist gut und auch mit der Chefin verstehe ich mich gut“, sagt Jennifer Senn, die froh ist, nach ihrer Ausbildung hier übernommen worden zu sein. Sich selbstständig zu machen, sei deshalb derzeit auch keine Option für sie.

Ihrer Chefin habe Jennifer Senn auch die guten Leistungen in ihrer Gesellenprüfung zu verdanken. „Sie hat sich immer Zeit genommen, alles genau zu erklären. Außerdem durfte ich von Anfang an mitarbeiten“, berichtet die Munderkingerin. Schon am ersten Tag habe sie Haar gewaschen und gefönt und auch beim Färben durfte sie direkt mithelfen, erinnert sie sich.

Aktuelle Frisurentrends

Das fleißige Üben hat sie letztlich zum Landesentscheid der Jungstylisten nach Stuttgart geführt. Hier hat sie sich mit den übrigen Kammersieger gemessen. Auch auf den Wettbewerb, bei dem eine Jury die Arbeiten der Teilnehmer bewertet, hat sich Jennifer Senn gut vorbereitet. „Es gab einen theoretischen und einen praktischen Vorbereitungsabend“, berichtet sie. In der Theorie haben die Teilnehmer erfahren, was für die Bewertung relevant ist und was gezeigt werden soll. „Es müssen aktuelle Frisurentrends umgesetzt werden“, so die 20-Jährige. Diese sind in einem Herren- und einem Damenschnitt sowie ein einer Hochsteckfrisur in bestimmter Zeit umzusetzen.

Aufgeregt sei Jennifer Senn vor dem Wettbewerb nicht gewesen. „Ich war einfach froh, dabei zu sein“, sagt sie. Deshalb sei die Munderkingerin auch nicht enttäuscht, dass sie sich als Drittplatzierte nicht für den Bundesentscheid qualifiziert hat. „Hinterher fallen einem immer Dinge ein, die man besser machen könnte, aber ich bin wirklich zufrieden mit meiner Leistung“, sagt sie mit einigem Stolz auf ihren Pokal.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen