Munderkinger ernten ihren Hopfen für Benkesbergbier

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Stolz präsentieren die Gärtner ihre reiche Ernte.
Stolz präsentieren die Gärtner ihre reiche Ernte. (Foto: Sz- khb)
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Am Samstag ist in Munderkingen die diesjährige Hopfenernte eingefahren worden. Mehr als 30 private Hopfenanbauer aus Munderkingen und der Region sind am Morgen in den städtischen Bauhof gekommen, um ihre Ernte abzuliefern. Und Bauhofleiter Kurt Fues hat mit seinen Mitarbeitern die „öffentliche Ernte“ aus dem Hopfengarten an der Angerbrücke zum Bauhof gebracht.

Kleines Geschenk als Dank

Dort warteten Monika Veser und Ralf Lindner, die beiden Munderkinger Hopfenbeauftragten, um sich für die Ernte zu bedanken und jedem Hopfenanbauer einen Strohhut samt Benkesberg-Logo zu überreichen. „Am Benkesberg waren früher die Munderkinger Hopfengärten“, erklärte Monika Veser, „und nach dem Benkesberg ist ja unser Bier, gebraut aus dem Munderkinger Aromahopfen, benannt“. Bei der Übergabe der „Dankeschön-Hüte“ an die Hopfenlieferanten erklärte Lindner, dass einst in den Hopfenanbau-Gebieten sogenannte Simri-Marken an die „Hopfenzopfer“ verteilt wurden, die später gegen Geld eingetauscht wurden.

Ernte geht auf Reisen

Rund 500 Kilogramm Munderkinger Hopfen wurde noch am Samstag nach Tettnang gebracht. Dort wird der Hopfen gezupft, in der Darre getrocknet, in Pellets gepresst und zur Bergbrauerei gebracht. „Wie in den Vorjahren wird dort unser Benkesbergbier gebraut“, sagte Ralf Lindner. „Am 12. Dezember werden wir uns dort zum Hopfenstopfen treffen.“

Rechtzeitig fertig

Um dem Benkesbergbier seine „ganz besondere Hopfen-Note“ zu geben, so Lindner, werde dem fertigen Bier nochmal Hopfen zugeführt. „Ich konnte in diesem Jahr deutlich mehr als 2018 und einen ganz besonders schönen Hopfen ernten“, erklärte Dolf Schwendele, der den Hopfen in seinem Garten im Eschle anbaut. Das bestätigte Kurt Fues auch für die Ernte im öffentlichen Munderkinger Hopfengarten. „Unser Hopfen ist gut und schön, wohl weil es heuer immer wieder geregnet hat“, so Fues. Allerdings habe die Hitze des vergangenen Wochenendes der Ernte „ein bissle geschadet“, betonte Fues. „Da ist er noch ein wenig braun geworden“. Auch in diesem Jahr werden rund 2700 Liter des Munderkinger Benkesbergbiers aus dem geernteten Aromahopfen gebraut. „Und das neue Bier wird wieder pünktlich zur Fasnet in Munderkingen eintreffen“, versprach Ralf Lindner.

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