Munderkinger Baugebiet wird erweitert - nicht zum ersten Mal

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Monika Veser wurde von Bürgermeister Lohner per Handschlag als Gemeinderätin verpflichtet.
Monika Veser wurde von Bürgermeister Lohner per Handschlag als Gemeinderätin verpflichtet. (Foto: SZ- khb)
Karl-Heinz Burghart

In seiner Sitzung am Donnerstagabend hat der Munderkinger Gemeinderat beschlossen, das Baugebiet „Feiler II“ zum dritten Mal zu erweitern. „Wir wollen weiter wachsen und dafür gute Angebote machen“, sagte Bürgermeister Michael Lohner. Die Stadt sei im Bereich der Innenentwicklung aktiv, aber auch die Außenentwicklung müsse vorangetrieben werden. Roland Kuch, Leiter des VG-Bauamts, erklärte, dass die 22 Bauplätze der zweiten Feiler-Erweiterung bereits verkauft seien und die große Nachfrage nach Bauplätzen in Munderkingen weiter anhalte. Deshalb soll das Baugebiet „Feiler II, 3. Erweiterung“ erschlossen werden.

25 neue Bauplätze

Auf einer Fläche von knapp 20 000 Quadratmetern werden 25 neue Bauplätze entstehen. Zur Erschließung dieser Fläche sei der Bau einer Regenwasserleitung zur Donau nötig, erklärte Kuch. Die Grundstücke, die jetzt zu Bauplätzen werden sollen, gehören rund zur Hälfte bereits der Stadt, drei Grundstücke sind in Privatbesitz, eines gehöre einer kirchlichen Einrichtung, so Kuch. Der Leiter des Bauamts schlug den Räten vor, einen „externen Erschließungsträger“ mit den Planungsarbeiten zu beauftragen und betonte, dass damit im zweiten Feiler-Abschnitt bereits gute Erfahrungen gemacht wurden. Dazu werden jetzt Angebote bei geeigneten Ingenieurbüros eingeholt.

Gemeinderat Ernst Fundel regte an, eine größere Fläche zu erschließen, um für die weitere Zukunft gerüstet zu sein. Wolfgang Pilger ergänzte, dass langfristig eine zweite Zufahrt zum Baugebiet geschaffen werden müsse, Monika Veser betonte, dass der Bau von mehrgeschossigen Häusern „im Auge behalten“ werden müsse und Markus Merkle erinnerte daran, dass die Innenentwicklung nicht vernachlässigt werden dürfe.

Forderung zugestimmt

„Wir müssen Innen- und Außenentwicklung betreiben. Beide Bereiche sind wichtig“, erwiderte Bürgermeister Michael Lohner. Der Forderung nach Mehrgeschosswohnungen stimmte der Schultes zu und zur Forderung eines größeren Erschließungsgebiets sagte Lohner: „Die derzeitige Planung ist ein Optimum. Mit einem relativ geringen Erschließungsaufwand haben wir viel Potenzial auf eigenen Flächen“.

Weil sie in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats nicht anwesend war, wurde Gemeinderätin Monika Veser am Donnerstag in ihrem Amt verpflichtet. Nachdem sie die Treue zur Verfassung und zu den Gesetzen und die gewissenhafte Erfüllung ihrer Amtspflichten zum Wohl der Einwohner Munderkingens gelobt hatte, wurde Monika Veser von Bürgermeister Lohner per Handschlag als Gemeinderätin verpflichtet.

Ausschussmitglieder gewählt

Im interkommunalen Zweckverband „Archivbetreuung Blaubeuren, Schelklingen, Allmendingen, Munderkingen“ wird die Stadt von Winfried Nuber, Alfons Mussotter, Ernst Fundel und Bürgermeister Lohner vertreten. Ihre Stellvertreter sind Hermann Lang, Monika Veser, Erich Pöschl und Waldemar Schalt.

Der Gutachter-Ausschuss der VG Munderkingen befasst sich für die Gemeinden mit der Bewertung von Grundstücken. Vorsitzender ist Marc Walter. Verbandsbaumeister Roland Kuch ist Gutachter und wie bisher wird die Stadt Munderkingen im Ausschuss von Monika Veser vertreten.

„Quasi als dritte Ebene, neben dem Gemeinderat und den Ausschüssen“, so Erich Pöschl, wollen die Gemeinderäte mehrere Arbeitsgruppen zu bestimmten Themen gründen. Der Austausch unter den Räten sei, über die Arbeit im Rat und in den Ausschüssen hinaus, wichtig, betonte Monika Veser. „Das geht aber nicht auf die Schnelle“, ergänzte Wolfgang Pilger. Die Räte legten am Donnerstag fest, die Bildung von Arbeitsgruppen und die entsprechenden Themen bei ihrer Klausursitzung im Spätherbst zu diskutieren.

Nachhaltigkeit im Blick

Die Pflege der Grünanlagen war ein weiteres Thema der Gemeinderatssitzung am Donnerstag. Ausführlich erklärte Bürgermeister Lohner zunächst, dass Nachhaltigkeit seit vielen Jahren ein wichtiges Thema in der Stadt sei und verwies auf Photovoltaikanlagen, das sanierte Lehrschwimmbecken sowie auf E-Tankstellen. Weil in einer Grünanlage der Stadt „gegen Unkraut gespritzt“ wurde, kam die Pflege der Anlagen auf die Tagesordnung des Rats. Bauhofleiter Kurt Fues erklärte, dass dort „unkrautbelasteter Boden“ ausgebracht worden sei. In diesem Fall, so Fues, seien Spritzmittel zur Vorbereitung der Bepflanzung erlaubt.

„Das war ein absoluter Ausnahmefall, weil wir sonst dem Unkraut nicht Herr geworden wären“, so Fues. Zur thermischen und mechanischen Unkrautbekämpfung hat die Stadt kürzlich Abflammgeräte gekauft. „Wir haben uns intensiv mit diesem Thema befasst“, betonte der Bürgermeister. Weil Heißwasser-Geräte zur Unkrautbekämpfung sehr viel Energie brauchen, habe man sich für die gasbetriebenen Abflammgeräte entschieden. „Damit bekämpfen wir jetzt das Unkraut, obwohl es wesentlich mehr Arbeit macht und viel teurer ist.“

Bürgermeister Lohner begrüßte die Initiative der Munderkinger Kirchengemeinden, am Sonntag, 15. September, einen „Markt der Möglichkeiten“ zu veranstalten. Im Kirchhof und im Gemeindehaus werden sich Initiativen und Vereine der Stadt vorstellen, um unter dem Motto „Ohne Sie läuft nix in Munderkingen“ für ehrenamtliches Engagement zu werben. „Der Markt der Möglichkeiten soll ein Forum sein, auf dem sich die Initiativen und Verein vorstellen und Besucher die Gelegenheit haben, sich in lockerer Atmosphäre zu informieren“, sagte Florian Stöhr, der die Stadt bei der Vorbereitung des Markts vertritt. „Ein tolles Signal, das zeigt, dass sich in Munderkingen etwas für das Ehrenamt bewegt“, sagte Bürgermeister Michael Lohner.

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