Munderkingen II/Unterstadion wechselt freiwillig in die Kreisliga

Lesedauer: 4 Min

Das Relegationsspiel zur Fußball-Bezirksliga Donau der Frauen zwischen dem SV Sigmaringen und dem SC Blönried II ist wohl hinfällig. Das Spiel „wurde auf Eis gelegt“, sagte Julia Traub am Dienstagabend gegenüber der SZ.

Vor einer endgültigen Absage der Begegnung wollte die für die Bezirks- und Kreisliga Donau zuständige Staffelleiterin den offiziellen Meldeschluss der Vereine für die kommende Saison am heutigen Mittwoch abwarten. Doch ist nicht davon auszugehen, dass das Relegationsspiel angesetzt wird. „Höchstwahrscheinlich fällt das Spiel aus“, so Traub. Da aus der übergeordneten Regionenliga kein Team in die Bezirksliga Donau absteigt und der VfL Munderkingen II/Unterstadion in der kommenden Saison in der untersten Spielklasse antreten will, wäre ein zusätzlicher Platz in der Bezirksliga frei – somit wäre Sigmaringen nicht ab- und Blönried II aufgestiegen. „Wir wollen auch nächste Saison mit einer Zehnerstaffel spielen“, sagt Julia Traub. Dies würde sich nur ändern, wenn die Anzahl der Mannschaften nicht für eine Bezirks- und Kreisliga reichen sollte. „Bei 15, 16 Mannschaften ist die Grenze, ab der es zwei Ligen gibt.“

In der vergangenen Saison waren es 17 Teams, zehn in der Bezirks- und sieben in der Kreisliga. Traub geht davon aus, dass es 2018/19 nicht weniger sein werden. Über Auf- und Abstieg hinaus ergibt sich aber eine Änderung bei den Mannschaften: So geht laut Traub die SGM Schussen-Federsee mit der SG Aulendorf zusammen und wechselt in den Bezirk Bodensee; ersetzt wird sie wohl von einer zweiten Mannschaft des Regionenligisten SGM Bad Saulgau/Renhardsweiler – Vereinsvertreter der SGM hätten ihr signalisiert, dass man eine „Zweite“ melden werde, so Traub.

Thomas Knez, im Vorstand des VfL Munderkingen zuständig für den Frauenfußball, bestätigte die Absicht des Vereins, mit der „Zweiten“, die in der vergangenen Bezirksliga-Saison Platz acht belegte, freiwillig in die Kreisliga zu gehen. Dies sei schon vor dem letzten Spieltag klar gewesen, so Knez. In der untersten Spielklasse „haben wir die Möglichkeit, auch mal mit einer Neuner-Mannschaft zu spielen“. In der untersten Liga greift das Norweger Modell, das Vereinen die Flexibilität gibt, bei Personalknappheit nicht mit elf, sondern mit neun Spielerinnen anzutreten – sofern dies wenige Tage vorher angemeldet wurde.

„Ich bin zwar kein Freund von Neuner-Mannschaften, aber man tut sich leichter“, sagt Thomas Knez. Die zweite Mannschaft, die als VfL Munderkingen II/Unterstadion im Spielbetrieb ist, ganz abzumelden, kam für die Munderkinger nicht infrage. „Wir wollen die Mannschaft aufrechterhalten. Es ist immer gut, eine Zweite zu haben.“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen