Martinsbrunnen soll stärker in den Fokus rücken

Lesedauer: 5 Min
Ab dem Frühjahr soll dieser Bereich saniert werden.
Ab dem Frühjahr soll dieser Bereich saniert werden. (Foto: Sz- eis)

Die Sanierung der Munderkinger Kernstadt soll im kommenden Frühjahr weitergehen. Die Planungen für den Straßen- und Tiefbau sowie das Beleuchtungskonzept sind am Donnerstag bei der Sitzung des Gemeinderates vorgestellt worden. Der Martinsbrunnen soll stärker betont und in Verbindung zum Marktbrunnen gesetzt werden.

Abschnittsweise geht die Sanierung der Munderkinger Kernstadt weiter. „Wir machen es so, wie wir es finanziell können“, betonte Bürgermeister Michael Lohner. 1,04 Millionen Euro wird die Maßnahme zwischen dem Café Knebel und dem Martinsbrunnen Schätzungen zufolge kosten. Auf lange Sicht ist eine komplette Sanierung der Martin- und Donaustraße von der Donaubrücke bis zum Obertorplatz vorgesehen. Das wird die Stadt rund 4,12 Millionen Euro kosten.

Kernstadt soll barrierefrei werden

Nicht nur gestalterisch soll eine Verbesserung durch die Sanierung erreicht werden, sondern auch der Barrierefreiheit, erklärte Stadtplanerin Stephanie Burg nochmals. Künftig wird es in der schmalen Straße keine Fußwege mehr geben. „Alle Verkehrsteilnehmer werden sich den Raum künftig teilen“, erklärt sie. Dadurch erhoffen sich die Planer, dass sich der Verkehr dadurch verlangsamt.

Durch die einheitliche Gestaltung werde der Martinsbrunnen künftig stärker hervortreten, ist sich Stephanie Burg sicher. „Die drei Renaissance-Brunnen der Stadt sind ein Alleinstellungsmerkmal, deshalb lohnt es sich, sie zu betonen und so optisch zu verbinden“, so die Stadtplanerin. Deshalb solle irgendwann auch der Dionysiusbrunnen vor der Stadtpfarrkirche in die Gestaltung mit einbezogen werden.

Bogenpflaster wird ausgetauscht

Vorgesehen ist, dass alte Pflaster zwischen dem Café Knebel und dem Martinsbrunnen durch das Granitpflaster zu ersetzen, das auch auf dem Marktplatz verwendet wurde. „Das Bogenpflaster ist wunderschön, aber es entspricht nicht mehr den heutigen Vorgaben“, betonte Experte Bernd Burgetsmeier. Dabei gehe es weniger um die Barrierefreiheit, als um die Schubkräfte, die durch den zunehmenden und schwereren Verkehr auf das Pflaster wirken. Heute müssten deshalb deutlich stärkere Steine verbaut werden. „Außerdem rollt der Verkehr künftig auch leiser über das Granitpflaster“, erklärte Burgetsmeier.

Läuft alles nach Plan sollen die Arbeiten im Oktober ausgeschrieben und im November vergeben werden. Baubeginn könnte dann im Frühjahr 2019 sein. Bis Ende Oktober 2019 würden die Arbeiten dauern. Wie schon bei der Umgestaltung des Markplatzes soll die Maßnahme in enger Abstimmung mit den Anliegern umgesetzt werden. „Wir wollen nicht verleugnen, dass es für die Geschäfte und Anwohner während der Bauarbeiten zu Einschränkungen kommen wird“, sagt Martin Speth vom Ingenieurbüro Langenbach.

Zwei Beleuchtung-Varianten

Auch die Beleuchtung des Kernstadtabschnittes soll überarbeitet werden. Ein entsprechendes Konzept hat Matthias Wilcken-Frey dem Gemeinderat vorgestellt. Die Straße soll durch die neue Beleuchtung heller werden und die Aufenthaltsqualität steigen. Auch durch das Licht soll dann der Martinsbrunnen stärker in den Fokus rücken.

Auch künftig sollen Pendelleuchten über der Straße hängen, um den historischen Charakter zu erhalten. Die neuen Modelle werden den Bereich aber besser ausleuchten. Der Martinsplatz soll zusätzlich mit vier Wandleuchten aufgehellt werden und auch die Beleuchtung zweier Hausfassaden ist vorgesehen.

Zentrum der Lichtgestaltung ist der Martinsbrunnen. Hier hat der Planer zwei Varianten vorgestellt. Die erste ist eher zurückhaltend und konzentriert sich auf den Brunnen. Wasser und Martinsfigur werden dabei illuminiert. Bei der zweiten (modernen) Version werden Botschaften, beispielsweise von St. Martin, auf die Straße projiziert. Am Donnerstag hat sich das Gremium dafür ausgesprochen, die moderne Version für die Bedürfnisse Munderkingens weiterzuentwickeln und sich später für das genaue Konzept zu entscheiden.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen