Kruscht und Wertvolles kommt unter den Hammer

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Allerhand Kurioses wurde im Hause Löbbert versteigert.
Allerhand Kurioses wurde im Hause Löbbert versteigert. (Foto: sz- kö)
Barbara Körner

Nach dem Glompigen in Munderkingen sind Waltraud Prill und ihre Mannschaft in Munderkingen von Haus zu Haus gezogen und haben Schätze und überflüssig Gewordenes von Keller und Dachboden der Munderkinger abgeholt. Ein wahres Sammelsurium von Kruscht und Wertvollem ist da zusammengekommen, erzählte Waltraud Prill. Das alles wurde am Fasnetsmontag und -dienstag im Hause Löbbert versteigert.

Gleich zu Beginn der Versteigerung kamen die Munderkinger in Scharen, um den Kruscht aus anderen Häusern zu ersteigern. „Guten Morgen, Sonnenschein“, sangen die Männer vom Versteigerungsteam, „die fantastischen Versteigerer“, als sie hereinkamen. Zunächst gab es ein Bier zur Stärkung, ehe sie sich an ihr Werk machten.

Alte Puppen, Kleider für Jung und Alt bis hin zum Brautkleid, Fasnetshäser, Lederhosen, Stehbrunzhosen, also Hosen mit offenem Schritt, Musikinstrumente, Steckenpferde, Heizkissen, Schreibmaschine mit Koffer, alte Masken, aber auch hochwertige Sachen wie Pelze und eine Tortenplatte aus dem Hause Meißen standen zur Versteigerung. Wer ohne Hut kam, musste einen kaufen so wie der hutlose Helmut Sorgenfrei aus Kirchen. „Du hast eine Wiese im Neubaugebiet, du kannst 20 Euro dafür zahlen“, befand der Versteigerer. Als er den Wirt vom Gasthaus Fuchs erkannte, wurde er großzügig: „Wenn du hier eine Wirtschaft aufmachst, kauf ich dir einen“.

Einen riesigen Plüschesel sollte der nehmen, der viel Platz und ein Kind hat, schlug der Versteigerer vor. Für fünf Euro nahm ihn Tim mit. „Jetzt hat er zwei daheim, den und seinen Papa“, kommentierte der Mann mit dem Hammer diese Versteigerung. Einen uralten Koffer aus Pappmaché jedoch an den Mann zu bringen, erschien schwierig, „qualitativ hochwertig, ein wahres Schmuckstück, garantiert eine Rarität“, wurde der Koffer angepriesen und ging tatsächlich für 40 Euro weg.

„In den vergangenen Jahren sind immer so zwischen 5000 und 6000 Euro zusammengekommen“, sagte Waltraud Prill. Das Geld kommt karitativen Einrichtungen zugute, die Kindergärten und Schulen wurden bedacht ebenso die Sozialstation und Menschen, die einfach bedürftig sind.

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