Kinder entdecken in Munderkingen die Donau

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Die Kinder entdecken, welche Tiere in und an der Donau leben.
Die Kinder entdecken, welche Tiere in und an der Donau leben. (Foto: sz- seli)

Für Kinder aus Munderkingen scheint sie zum Landschaftsbild dazuzugehören: die Donau. Was für Lebewesen sich unter Wasser und am Ufer finden lassen, das haben 15 Kinder am Donnerstag bei einem Angebot des Fischereivereins Munderkingen herausfinden können.

Dazu war Ruben van Treeck mit dem sogenannten Fischermobil des Landesfischereiverbands Baden-Württemberg aus Stuttgart angereist. Auf dem Gelände der Anlagen neben der Donaubrücke wurde das Fahrzeug platziert. Bevor sich die Kinder selbst in Gummistiefel zwängen und mit Fangsieben ausstatten durften, erklärte van Treeck anhand von Anschauungsexemplaren und Abbildungen auf dem Fischermobil, was rund um das Gewässer alles entdeckt werden kann. Hier konnten die Nachwuchsfischer mit ihrem Wissen überzeugen, denn die Kinder wussten bereits bestens Bescheid und konnten die einzelnen Fischarten voneinander unterscheiden.

Unter den 15 Kindern waren fünf Mädchen, was die Vertreter des Vereins positiv überraschte. „Es sind selten so viele Mädchen dabei“, sagte Diana Port. „Wir haben schon öfters von dem Angebot des Landesfischereiverbands gelesen, dass Kinder mit diesem Fischermobil den Fluss entdecken können“, erklärte Gewässerwart Ernst Böhler. Jugendwart Markus Burgmaier habe deshalb die Initiative ergriffen und das Fischermobil gebucht. „Damit wollen wir unserer Jugend im Verein zeigen, dass das Leben nicht an der Oberfläche des Wassers aufhört“, so Böhler.

„Viele junge Leute haben das Vorurteil, dass ein Fischereiverein ein Club ist, der vor allem aus alten Männern besteht, die den ganzen Tag nur Bier trinken und angeln“, sagte Ruben van Treeck vom Landesfischereiverband. Dem Munderkinger Fischereiverein sei es wichtig, dieses Vorurteil aus der Welt zu schaffen und den jungen Vereinsmitgliedern regelmäßig ein attraktives Programm anzubieten. „Als ich noch in der Gruppe der Jugendlichen war, hat der Verein wenig für den Nachwuchs angeboten. Das hat sich in den vergangenen Jahren aber geändert.

Jetzt wollen wir regelmäßig Veranstaltungen machen und mit den Kindern nicht nur zum Fischen gehen, sondern auch die Natur entdecken“, versicherte Jugendwart Markus Burgmaier.

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