Jugendwehr probt lebensnahe Einsätze

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Gleich zu mehreren Einsätzen wurden die Jugendlichen alarmiert.
Gleich zu mehreren Einsätzen wurden die Jugendlichen alarmiert. (Foto: FW)
Schwäbische Zeitung

Die Jugendfeuerwehr Munderkingen hat ihren alljährlichen Berufsfeuerwehrtag abgehalten. Unterstützt wurden sie dabei auch von der Einsatzabteilung der Feuerwehr Emerkingen. In diesem Jahr gab es einige Änderungen bei der 24 Stunden-Schicht der Jugendlichen. So mussten die Jugendlichen über das Telefon im Gerätehaus ihre Einsätze selber annehmen und verarbeiten.

Außerdem wussten nicht mal die Betreuer, wo die Einsätze stattfanden und was bei diesen passiert. Vorbereitet wurden die Szenarien von Michael Baier und Tobias Schartmann. Vor dem Ausrücken wurden mit den Nachwuchsfeuerwehrleuten die verschiedenen Funktionen wie Einsatzleiter, Gruppenführer, Angriffstrupp oder Wassertrupp zugeteilt. Auch Einsatzleiter und Gruppenführer wurden in diesem Jahr von den Jugendlichen der Feuerwehr besetzt.

Rettung und Versorgung von Verletzten

Am Abend begann dieser Tag mit dem Dienstantritt und der Kontrolle der Fahrzeuge sowie Gerätekundeausbildung. Gegen 20 Uhr wurde die Jugendfeuerwehr von der Feuerwehr Emerkingen über Funk zu einem fiktiven Gebäudebrand in der Gemeinde alarmiert. In dem Einfamilienhaus sollten zwei Personen eingesperrt sein. Nach Eintreffen der Feuerwehr Emerkingen begannen diese sofort mit der Rettung der Personen und der Brandbekämpfung. Die Jugendfeuerwehr Munderkingen, in der auch einige Jugendliche aus Emerkingen aktiv sind, übernahm nach der Rettung die Versorgung der Patienten und eine Riegelstellung zum Nachbarhaus.

Die nächste Probe-Alarmierung zu einem Verkehrsunfall mit Gefahrgut fand gegen 22.15 Uhr statt. Ein Lastwagen, der mit Gefahrgut geladen war, war mit einem Fahrradfahrer kollidiert. Aus einem Gefahrgutfass lief Flüssigkeit aus. Das Fass wurde abgedichtet und der verletzte Fahrradfahrer betreut. Danach war Nachtruhe. Allerdings bereits um 6.30 Uhr wurden die Jugendlichen von einem Gewitter geweckt und zu mehreren Unwettereinsätzen, wie herabgestürzte Dachziegel, umgestürzte Bäume und Geröll auf der Straße, gerufen. Als diese Einsätze beendet waren, stand die Reinigung des Gerätehauses und eine Erste-Hilfe-Ausbildung an. Während der Ausbildung und des Putzens erhielten die jungen Feuerwehrleute wiederum einen Einsatz, zu einem erdachten Unfall. Hier war der Autofahrer mit Bäumen kollidiert und ein Fahrradfahrer unter diesen Bäumen eingeschlossen. Die Jugendfeuerwehr begann hier sofort mit der fachgerechten Rettung des Fahrradfahrers und des Autofahrers. Zum Abschlusseinsatz wurden der Kommandowagen, das Löschfahrzeug, die Drehleiter und der Mannschaftstransportwagen zu einem Werkstattbrand geholt. Hier hatten die Jugendlichen die Rettung von drei Personen und Löscharbeiten zu bewältigen.

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