Ja zum neuen Café für Munderkingen

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In dem ehemaligen Werkstattgebäude soll ein Café entstehen.
In dem ehemaligen Werkstattgebäude soll ein Café entstehen. (Foto: Sz- eis)

Im denkmalgeschützten ehemaligen Lager- und Werkstattgebäude in der Kirchgasse in Munderkingen dürfen ein Café und eine Wohnung eingebaut werden. Einem entsprechenden Baugesuch hat der technische Ausschuss der Stadt am Donnerstag nach längerer Diskussion zu gestimmt.

Wie bereits berichtet, plant ein Bauherr, der namentlich nicht genannt werden möchte, das denkmalgeschützte Werkstattgebäude des ehemaligen St. Anna Klosters wieder mit Leben zu füllen. Im Erdgeschoss soll ein Café entstehen und im Obergeschoss soll eine Wohnung eingebaut werden. Bereits Mitte Mai hatte der Technische Ausschuss über das Vorhaben beraten. Auf der südlichen Seite des Daches hatte der Bauherr zwei Fenster mit einer Größe von 1,3 auf 1,5 Metern vorgesehen. Weil diese nicht den Vorgaben der neuen Altstadt entsprechen, hatte das Gremium damals allerdings nicht zugestimmt.

Denkmalbehörde wird zustimmen

Jetzt wurden die Pläne nochmal überarbeitet. Vorgesehen sind nun vier kleinere Dachfenster in einer Größe von 0,8 Meter auf 1,5 Meter die in zweier Gruppen angeordnet sind. Außerdem sollen den Fenstern Lamellen aufgesetzt werden, ähnlich wie im Schloss Ochsenhausen, so dass sie weniger auffällig sind. Die Denkmalbehörde wird dem Einbau zustimmen, informierte Roland Kuch, Chef des Verbandsbauamtes.

Ratsmitglied und Architekt Ralf Selg begrüßte generell das Vorhaben, hatte aber immer noch Bedenken wegen der Fenster. „Das sind zwar Einzelelement, sie stehen aber so dicht zusammen, dass sie wie eins wirken“, äußerte er. Deshalb könne er dem Vorhaben auch jetzt sein Einvernehmen nicht erteilen. Ratskollege Egon Fiderer würdigte vor allem die Bereitschaft des Bauherren einen Kompromisse zu finden. „Wenn das die einzige Lösung ist, dann kann ich dem auch zustimmen.“ Wichtig sei, dass das Gebäude wieder genutzt wird. „Es wäre ein zu hoher Preis, wenn wegen der Fenster gar nichts passieren würde“, fügte Fiderer hinzu.

Munderkingens Bürgermeister Michael Lohner sprach sich ebenfalls für das Vorhaben aus. „Es wäre zutiefst subjektiv, wenn wir beginnen zu überlegen, ab wann zwei Fenster wirklich zwei Fenster sind“, sagte er. Mit sechs Ja- und zwei Nein-Stimmen wurde letztlich das Einvernehmen erteilt.

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