Interesse am Obstanbau nimmt zu

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Der Verein verabschiedet Erwin Ibach mit einem Obstkorb.
Der Verein verabschiedet Erwin Ibach mit einem Obstkorb. (Foto: Karl-Heinz Burghart)

„Er ist ein echter Schaffer und ein Mann der Tat, der sich fast drei Jahrzehnte lang für den Obstbauverein engagiert hat“, sagt Bürgermeister Michael Lohner über Erwin Ibach. Der war 21 Jahre Vize-Vorsitzender und seit 2012 Vorsitzender des Obstbauvereins und stellte sich bei der Hauptversammlung am Freitagabend nicht mehr zur Wahl.

Mit einem Geschenkkorb der Stadt und einem Obstkorb des Vereins wurde Ibach aus seinem Amt verabschiedet. „Ich werde dem Obstbauverein weiterhin verbunden bleiben“, betonte er. Neuer Vorsitzender ist Ibachs bisheriger Stellvertreter Stefan Ott, der am Freitag einstimmig gewählt wurde. Ebenfalls einstimmig fiel die Wahl des neuen Vize-Vorsitzenden auf den bisherigen Beisitzer Michael Sauter. Josef Schmid und Maria-Theresia Merkle wurden als Schriftführer und Kassiererin in ihren Ämtern bestätigt und Wolfgang Ertle wird auch in Zukunft mit Armin Ibach die Vereinskasse prüfen.

Baumschneidekurse sind beliebt

Nach zehn Jahren im Amt einer Beisitzerin stellte sich auch Margret Surrey nicht mehr zur Wahl. Die künftigen Beisitzer des Obstbauvereins sind Otto Fürst, Karl Schelkle, Heribert Neubrand, Markus Merkle und Ralf Singer. Als „Höhepunkte des Vereinsjahrs“ nannte Josef Schmid die Baumschneidekurse des Vereins. „Die können wir dank dem Obstbaufachmann Otto Fürst immer wieder anbieten“, so Schmid. Das Interesse am Obstanbau nehme merklich zu, betonte der Schriftführer. Über das „vergangene Obstjahr“ sagte Otto Fürst: „Es gab viele Äpfel, aber die Preise waren miserabel.“ Maria-Theresia Merkel meldete der Versammlung einen positiven Kassenstand und sagte, dass dem Verein momentan 181 Mitglieder angehören. „Der Obstbauverein ist etwas besonderes in der Stadt und lockt regelmäßig Leute aus dem Umland nach Munderkingen“, sagte Bürgermeister Lohner.

In seinem Ausblick nannte der neue Vorsitzende Stefan Ott den Bauernmarkt, das Sommerfest und die Gemarkungsputzete als kommende Termine. „Natürlich bleiben die Baumschneidekurse unsere wichtigste Veranstaltung“, sagte Ott.

Am Schluss der Versammlung sprach Hans-Jürgen Schaude von der Baumwartevereinigung in Ehingen über die Gespinstmotte. „Ein Schädling, der sich nicht nur im Gebüsch, sondern auch auf Obstbäumen ansiedelt.“ Private Obstbauern, so der Fachmann, können die Motte und ihre Nester mit dem Wasserschlauch abspritzen oder auf kleineren Bäumen „mit der Hand abzupfen“. „Das ist völlig ungefährlich“, so Schaude. Spritzmittel seien für Hausgärten nur in kleinen Mengen erhältlich und sehr teuer. Mit einem Apfelgedicht, in dem sich „dr Epfel“ beklagt, dass er als Most im Fass oder als Kuchen im Backofen landet, obwohl er im Paradies und bei Wilhelm Tell eine wichtige Rolle spiele, beendete Josef Schmid die Hauptversammlung.

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