Ingo Warwas erhält das Bundesverdienstkreuz

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Ingo Warwas erhält das Bundesverdienstkreuz
Ingo Warwas erhält das Bundesverdienstkreuz
Schwäbische Zeitung
David Denovak

Heinz Seiffert hat einem „demokratischen Urgestein“ – wie er es formulierte – am Mittwoch in Munderkingen das Bundesverdienstkreuz verliehen. Zahnarzt Ingo Warwas bekam die Auszeichnung für sein kommunalpolitisches Engagement und für seine sozialen Projekte.

In kleiner Runde hatte sich die Familie des Geehrten, Bürgermeister Michael Lohner, Landrat Heinz Seiffert und wenige geladene Gäste im Rathaus in Munderkingen versammelt. So hatte es sich Ingo Warwas in seiner bescheidenen Art gewünscht.

Der in Breslau Geborene hatte sich von 1975 bis 2004 ehrenamtlich als Stadtrat für Munderkingen und seine Bürger eingesetzt. Seine Aufmerksamkeit galt unter anderem der Sanierung der historischen Altstadt, dem Ausbau des Schulwesens und dem Aufbau der Verwaltungsgemeinschaft. Für dieses Wirken bekam er bereits vom Baden-Württembergischen Gemeindetag die Ehrennadel in Gold.

Schon vor der Wende in den 80er Jahre unterstützte Warwas Kollegen in Gera und Leipzig mit zahnärztlichem Material und Fachliteratur. Zusätzlich behandelt er seit 1973 im Tannenhof, einer Einrichtung für behinderte Menschen, in Wiblingen Patienten. Aber auch hier endet sein soziales Engagement nicht. Den größten Kraftakt, den er sich sozial zumutete, war der Aufbau einer Zahnarztpraxis in der russischen Enklave Trakehnen. Das Gebiet liegt im ehemaligen Ostpreußen.

Dort hat Warwas mit privatem Geld und der Opferung von Freizeit vielen Menschen geholfen. In seinem Urlaub behandelt er die Patienten dort kostenlos. Zusätzlich bildet er in seiner Praxis in Munderkingen aus Trakehnen stammende Zahnarzthelferinnen aus, die nach ihrer Ausbildung in ihre Heimat zurückkehren.

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