Gutes für die Vierbeiner: So entsteht Hundefutter

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Die CDU-Bundestagsabgeordnete Ronja Kemmer (Mitte) schaute gemeinsam mit Bürgermeister Michael Lohner der Chefin der Hundefutter
Die CDU-Bundestagsabgeordnete Ronja Kemmer (Mitte) schaute gemeinsam mit Bürgermeister Michael Lohner der Chefin der Hundefutter-Manufaktur „For dogs only?“, Susann Hahl, im interkommunalen Gewerbegebiet in Munderkingen über die Schulter. (Foto: SZ- Karl-Heinz Burghart)
Karl-Heinz Burghart

Gemeinsam mit Bürgermeister Michael Lohner hat die CDU-Bundestagsabgeordnete Ronja Kemmer am Donnerstagmorgen die Hundefutter-Manufaktur „For dogs only?“ im interkommunalen Gewerbegebiet in Munderkingen besucht. Von Firmenchefin Susann Hahl erfuhren die beiden, dass im neuen Firmengebäude hochwertiges Hundefutter hergestellt und vermarktet wird.

In der modernen Küche werden Hunde-Menüs vom Lamm, Rind oder Huhn sowie aus Innereien oder Gemüse gekocht und in verschieden große Gläser abgefüllt. Neben den 21 Menüs werden zudem Trockenfutter, Kartoffelflocken und Trockenreis für die Vierbeiner hergestellt. „Qualität ist für uns oberstes Gebot“, betonte Susann Hahl und erklärte, dass Fleisch in ihrer Manufaktur „eingemacht“ und nicht zu stark erhitzt werde.

Jägerin und Tierschützerin

Begonnen habe sie damit, das Fressen für ihre beiden Hunde selber zu kochen, erzählte die passionierte Jägerin und Tierschützerin. Dieses Futter habe eine Tierärztin an ihren kranken Hunden ausprobiert und sei begeistert gewesen, so Hahl. „Dadurch stieg die Nachfrage rasant, dass die heimische Küche schnell zu klein war“, sagte die Unternehmerin.

Nach Zwischenstationen in Sauggart und Uttenweiler beschloss Susann Hahl im interkommunalen Gewerbegebiet zu bauen. Und seit vergangenem November werden die Hunde-Menüs im neuen rund 450 Quadratmeter großen Unternehmensgebäude mit mehreren Kühlräumen, einer komplett eingerichteten Küche und Räumen für den Versand hergestellt. Drei Halbtagskräfte und fünf geringfügig Beschäftigte unterstützen die Firmenchefin. „Jeden Mittwoch und Donnerstag wird gekocht und selbst bei hohen Temperaturen reißt die Kühlkette bei uns nicht ab“, betonte Susann Hahl.

Munderkinger Hunde-Menüs

Inzwischen werden die „Munderkinger Hunde-Menüs“ in ganz Deutschland sowie nach Österreich und in die Schweiz verkauft. „Rund die Hälfte unserer Hunde-Menüs verkaufen wir an Privatkunden. Die zweite Hälfte wird über Tierkliniken, ausgesuchte Fachgeschäfte oder per Versand vertrieben“, so Hahl. Auf die Frage von Ronja Kemmer, ob es vor der Eröffnung bürokratische Probleme gegeben habe, antwortete Hahl: „Da unsere Produkte theoretisch auch von Menschen gegessen werden können und wir zum Lebensmittel verarbeitenden Gewerbe gehören, gab es schon manche Hürde zu überwinden.“

Fachfrau am Werk

„Hier ist eine Fachfrau am Werk“, sagte Bürgermeister Lohner. „Das Unternehmen ist eine Bereicherung für das interkommunale Gewerbegebiet, in dem inzwischen rund 200 Menschen ihren Arbeitsplatz haben. Der moderne Betrieb trägt zum Branchen-Mix im Gewerbegebiet bei.“ Sie sei froh, dass engagierte Frauen den Mut haben, den Schritt ins Unternehmertum zu gehen, sagte Ronja Kemmer: „Hier merkt man, dass mit viel Herzblut eine Leidenschaft zum Beruf gemacht wurde. Das ist toll.“ Warum im Firmennamen „For dogs only?“ ein Fragezeichen stehe, wollte Ronja Kemmer zum Schluss wissen. „Weil unsere Produkte eigentlich auch für den Menschen geeignet wären“, antwortete Susann Hahl.

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