Firmen und Partner helfen bei Backofenbau-Projekt

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Der Ofen ist so gut wie fertig.
Der Ofen ist so gut wie fertig. (Foto: Schulverbund)
Schwäbische Zeitung

Auf dem Schulhof des Schulverbundes herrscht derzeit reges Treiben an der Ofenbaustelle. Wie bereits zu lesen war, konstruierten die Schüler zweier Technikgruppen die Ofentüre bei der Firma Dalheimer in Rottenacker.

Bereits anderthalb Jahre lang schmiedeten zwei Techniklehrer Pläne, einen solchen Ofen zu bauen. Dann kam 2019 ein weiterer Impuls: 1000 Euro Startkapital der Firma Würth, Neckarsulm, für Schulprojekte, die an einem Handwerkswettbewerb teilnehmen. Weitere Preise winken, wenn das Projekt im Internet und bei der Fachjury gut abschneidet.

Unter Anleitung wird gearbeitet

Mit einem Minibagger hob Fabian Harder bereits im März die Baugrube aus, die mit Frostschutzschotter gefüllt wurde. Die Materialien wurden von örtlichen Firmen gespendet. Auf der gegossenen Bodenplatte wurde von Schülern der neunten Klasse Realschule unter Anleitung von Christian Fischer und Mark Binder mit Betonschalsteinen und Betonestrich eine rechteckige Mauerkonstruktion errichtet. Auf die Schalsteinmauer kam abermals eine Betonplatte.

Gleich nach den Osterferien ging es wieder ans Werk: Der Bauhof errichtete ein Gerüst um die Ofenbaustelle, schließlich wird der Ofen nach Fertigstellung über 2,2 Meter hoch sein. Drei Paletten Schamottesteine sowie Isoliermaterial wurden ebenfalls auf den Schulhof transportiert. Diese Baustoffe hatten bereits eine lange Reise hinter sich: Das Schamottewerk Radeburg unterstützt regelmäßig Ofenbauprojekte, wenn diese einem gemeinnützigen Zweck dienen, wie etwa der Tabaluga-Stiftung des Schlagersängers Peter Maffay in Rumänien.

Unterstützung für Transport

Ob die Firma wohl auch einem Ofenbauprojekt einer allgemeinbildenden Schule wohlgesonnen wäre? Diese Frage wurde bejaht. Voraussetzung für besonders günstige Preise wäre eine Klärung des Transports. Auch hierzu fand die Schule tatkräftige Unterstützung aus der Region.

Vom Projekt begeistert, reiste André Dix, Außendienstmitarbeiter bei Schamottewerk Radeburg, am Montagnachmittag zum Einrichten der Ofenbaustelle an. So wurde die Ofentür befestigt, die Isolierschicht montiert und mit dem Ofensetzen begonnen. Schon vor den ersten Maitänzen brannte im Ofen das Feuer, um den Schamottemörtel zu trocknen. André Dix wurde zum Feiertag nach Hause entlassen. Die Hausaufgaben, die er den Technikgruppen und -lehrern stellte, wie Anbringen der Isolierschichten und mehr sind mittlerweile erledigt.

Bald wird die schützende Ziegelmauer um den Ofen herum gemauert und der Ofen oben mit einer selbst gegossenen Betonplatte verschlossen. Dann ist ein Einweihungsfest, vermutlich noch vor den Sommerferien, geplant. Als letzter Schliff sind jetzt noch Putzarbeiten nötig. Das soll durch die Schüler geleistet werden. Eine Überdachung wird durch Handwerker angebracht.

Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll die gute Zusammenarbeit von Schule, engagierten Lehrern, motivierten Schülern und kooperativen Bildungspartnern, so die Schulverwaltung.

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