Feuerwehr-Senioren tauschen sich aus

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Gunter Pantel (Vize-Kreissenioren-Obmann), Hans Klarer (Ehren-Vorsitzender des Kreis-Feuerwehrverbands), Armin Eberhardt (Vorsit
Gunter Pantel (Vize-Kreissenioren-Obmann), Hans Klarer (Ehren-Vorsitzender des Kreis-Feuerwehrverbands), Armin Eberhardt (Vorsitzender des Kreis-Feuerwehrverbands), Franz Häußler (Vize-Kreissenioren-Obmann), Hanne Heckmann (Senioren-Obmann Munderkingen), Siegfried Frank (Kreis-Senioren-Obmann), Bürgermeister Michael Lohner und Joachim Enderle (Kommandant Munderkingen) bei der Versammlung. (Foto: Sz- khb)
Karl-Heinz Burghart

Jedes Jahr treffen sich die Altersabteilungen der 52 Feuerwehren im Alb-Donau-Kreis, um einen gemeinsamen Nachmittag zu verbringen. Rund 250 Feuerwehr-Senioren konnte Alters-Obmann Siegfried Frank aus Laichingen am Samstag zum diesjährigen Treffen in der Munderkinger Donauhalle begrüßen.

Zum Auftakt des Nachmittags lieferte der Musikzug der Munderkinger Feuerwehr den Senioren ein paar Märsche, dann dankte Obmann Frank der Stadt Munderkingen und der örtlichen Wehr für die Gastfreundschaft. „Ich freue mich auf einen unterhaltsamen Nachmittag mit Informationen und netten Gesprächen“, sagte Frank. „Feuerwehren leisten einen Dienst, den die Gesellschaft dringend braucht“, betonte Munderkingens Bürgermeister Michael Lohner. Bei seiner Vorstellung Munderkingens betonte Lohner den mittelalterlichen Stadtkern mit seinen eng stehenden, hohen Fachwerkhäusern. Die seien der Grund, dass vor rund zehn Jahren, trotz klammer Kassen, die Drehleiter für die Feuerwehr angeschafft worden sei, so der Schultes. Lohner lobte die aktive Nachwuchsarbeit der Munderkinger Feuerwehr und sagte: „Unsere 52 Aktiven sind eine tolle Mannschaft, die richtig mitzieht.“ An die Feuerwehr-Senioren gewandt, sagte Lohner: „Für alles auf das wir heute aufbauen, haben die jetzigen Alterswehren die Grundsteine gelegt.“

In seinem Jahresbericht erinnerte Siegfried Frank an verschiedene Tagungen, aber auch an Wanderungen, Ausflüge und Betriebsbesichtigungen der Altersabteilungen. „Wo immer möglich, unterstützen wir die aktiven Wehren und können so die Einsatzabteilungen etwas entlasten“, so Frank. Seit Februar ist Armin Eberhardt, als Nachfolger von Hans Klarer, der Vorsitzende des Kreis-Feuerwehrverbands. Am Samstag stellte er sich den Feuerwehr-Senioren vor und erzählte, dass er aus Beimerstetten komme und dort viele Jahre Feuerwehrkommandant gewesen sei.

Während den Gästen Kaffee und Kuchen serviert wurde, berichteten Manfred Geiser und Marco Weber, von der Feuerwehr aus Achern im Ortenaukreis über das „Landes-Feuerwehr-Ehrenmal“, das seit 1936 in Achern steht. Bereits während der Weimarer Republik sei die Idee entstanden, den im Ersten Weltkrieg gefallenen Feuerwehrmännern ein Denkmal zu setzen. 1935 wurde beim badischen Landesfeuerwehrtag endgültig beschlossen das Denkmal in Achern zu bauen. Zur Finanzierung, das Denkmal kostete 23 000 Reichsmark, hatte jeder Feuerwehrmann 30 Pfennig zu zahlen. Zunächst wurde ein Bronzemodell angefertigt, das die beiden Redner aus Achern am Samstag mit nach Munderkingen gebracht hatten. Weil Bronze aber zu teuer war, wurde das Denkmal schließlich aus Stein gemeißelt. Es zeigt einen 13 Meter hohen Obelisk auf einer Freitreppe, vor dem ein 3,70 Meter großer Feuerwehrmann steht, der aus einem Eimer Wasser über ein brennendes Haus schüttet. Auf der Spitze des Obelisken ist eine lodernde Flamme angedeutet. 1986 wurde das Denkmal renoviert und soll heute an alle Feuerwehrleute erinnern, „die ihr Leben im Dienst für den Nächsten verloren“ haben.

Nach dem Vortrag hat die Munderkinger Wehr den Feuerwehr-Senioren Saitenwürste mit Wecken zum Vesper angeboten. „Die Kameradschaft steht bei unseren jährlichen Treffen zwar im Mittelpunkt, aber wir bieten jedes Jahr auch Informationen an“, so Siegfried Frank, „da hatten wir schon Vorträge über Rente, Steuern, Versicherungen, zu Gesundheit oder über Feuerwehrgeräte“.

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