Ferienprogramm erstmals mit neuen Strukturen

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Die Kinder stellen Geldbörsen aus alten Tetrapaks her.
Die Kinder stellen Geldbörsen aus alten Tetrapaks her. (Foto: Sz- eis)

Das Munderkinger Ferienprogramm ist am Montag gestartet. Erstmals werden die rund 70 Kinder am Schulzentrum nicht vom ehrenamtlichen Gründerteam betreut. Seit diesem Jahr sind auch hauptamtliche Kräfte der Stadt bei der Ferienbetreuung im Einsatz.

Traditionell zieht schon in der letzten Ferienwoche im Munderkinger Schulverbund wieder das Leben ein, denn dann ist die Zeit für die Ferienbetreuung gekommen. Bis die Schule wieder beginnt, wird eine Woche lang auf dem Schulgelände gespielt, gebastelt und Stockbrot gegrillt. Sieben Jahre – bis 2017 – hatten Jutta und Dietmar Braisch, Petra Mohn und Paula Braisch die Organisation des Ferienprogramms ehrenamtlich übernommen. Jetzt aber war es Zeit, dass das Angebot auf andere Füße gestellt wird. Die Belastung für die Ehrenamtlichen war in den vergangenen Jahren stetig gewachsen und irgendwann für das kleine Team einfach zu groß.

Neben 13 Schülern des Schulverbundes und den Bundesfreiwilligendienstlern haben in diesem Jahr mit Conny Handel und Petra Mohn zwei Hauptamtliche übernommen, die sonst für den Ganztag am Schulverbund angestellt sind.

Auf’s Praktische konzentrieren

Weil das erste Jahr ohne das Gründerteam ein Art Umbruch ist, stand Jutta Braisch für die aktuelle Auflage nochmal für die komplette Organisation zur Verfügung. „Es ist einfach wichtig, dass sich jemand auskennt und die Koordination übernimmt“, sagt sie. So soll das neue Betreuer-Team entlastet werden und sich in diesem Jahr vor allem auf das Praktische konzentrieren. „Ich wollte sicherstellen, dass das Ferienprogramm weitergeht und nicht wegen eventueller Anfangsschwierigkeiten ausfällt“, sagt Jutta Braisch. Die Ferienbetreuung sei ein wichtiges Angebot und eine echte Bereicherung für die Stadt. „Ich höre auch von Eltern, wie froh sie sind, dass es diese Möglichkeit gibt“, so die Organisatorin.

Um das Ferienprogramm künftig endgültig übergeben zu können, findet noch im September eine Nachbesprechung mit allen Betreuern, Jutta Braisch und Vertretern der Stadt, als Träger, statt. Dabei wird besprochen, was schon gut gelaufen ist und was noch noch besser werden kann.

Aufführung am Freitag

Für alle Betreuer hat Jutta Braisch Informationsmappen zusammengestellt, in denen auch eine Geschichte zu finden ist, die den Kindern kapitelweise jeden Tag erzählt wird. In diesem Jahr steht das Ferienprogramm unter dem Thema „Afrika“. „Recycling spielt diesmal eine große Rolle“, erklärt Jutta Braisch. So stellen die Kinder aus Papprohren sogenannte Regenmacher her, aus alten Kinderüberraschungseiern entstehen Rasseln und Tetrapaks werden zu Geldbörsen. Außerdem basteln die Jungen und Mädchen aus dem Boden einer PET-Flasche und einem Schwammtuch kleine Schildkröten, die sogar schwimmen. „All die Ideen habe ich aus dem Internet zusammengesucht“, verrät Jutta Braisch. Am Freitag zeigen die Kinder dann bei einer kleinen Aufführung, was sie gebastelt und gelernt haben. Lieder und Tänze sind geplant. Außerdem gibt es eine kleine Modenschau mit selbst gebatikter Kleidung.

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