Experten sprechen über kulturelle Bildung

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Diskussionsrunde spricht über den Kompetenzerwerb durch kulturelle Angebote in Schulen.
(Foto: Sz- eis)
Eileen Kircheis

Auf Initiative des Munderkinger Schulzentrums und mit der Unterstützung durch das Kulturagenten-Programm findet am heutigen Freitag eine Fachtagung zum Thema „Ausbildungsreife, kulturelle Bildung und schulische Netzwerke“ statt. Bereits am Donnerstag haben sich die Experten zu diesem Thema getroffen. Bei der Veranstaltung hatten die drei Munderkinger Schulen auch die Gelegenheit zu präsentieren, welche Projekte sie mithilfe des Kulturagenten-Programms umgesetzt haben.

„Wir haben uns dafür ausgesprochen, dass die kulturelle Bildung an unserem Schulstandort weiter gefördert werden soll“, sagt Jutta Braisch, Rektorin der Realschule Munderkingen, auch stellvertretend für ihre beiden Kollegen Andreas Lachmair, Rektor der Grund- und Werkrealschule und Hellmut Hummel, Rektor der Förderschule.

Aktuell läuft am Schulzentrum das Kulturagenten-Programm, dieses endet im Sommer 2015. „Ob und wie es danach weiter geht, können wir noch nicht sagen“, sagt Susanne Rehm, Leiterin des Landesbüros des Kulturagenten-Programms. Allen Beteiligten sei es jedoch ein Anliegen, dass es in Munderkingen weitergeführt wird – in welcher Form auch immer. Eine solche Tagung sei deshalb eine gute Gelegenheit, Netzwerke zu knüpfen.

Angebote wie das Kulturagenten-Programm seien nicht nur Förderung der musischen Fähigkeiten von Schülern, sie unterstützen auch den Kompetenzerwerb der Schüler und bereiten sie auf das Berufsleben vor, ist sich Brigitte Schorn, Leiterin der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit Nordrhein-Westfalen, sicher. So würde beispielsweise bei einer Theater AG Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit gefördert. Außerdem seien dabei Eigeninitiative, Ausdauer und Kreativität gefragt, sagt sie.

Teil der Tagung war auch eine Podiumsdiskussion zum Thema „Kultur, Kompetenz und Schule“. Neben Brigitte Schorn und Susanne Rehm nahmen auch Munderkingens Bürgermeister Michael Lohner, Schulamtsdirektor Wolfgang Mäder und Dominik Maier von der Handwerkskammer in Ulm auf dem Podium Platz. Die Diskussionsrunde war sich einig, dass Initiativen wie das Kulturagenten-Programm auch dadurch so erfolgreich seien, dass externe Kooperationspartner an die Schulen kommen. So sei die Zusammenarbeit mit Unternehmen für beide Seiten fruchtbar. Ein potentieller Ausbildungsbetrieb komme in Kontakt mit künftigen Auszubildenden und diese könnten erste Erfahrungen im Beruf sammeln.

Wichtig sei aber bei allen solchen Angeboten, dass sie verlässlich seien, also garantiert sei, dass sie langfristig laufen, betont Schulamtsdirektor Mäder. „Solche Projekte müssen fest verankert sein, jeder muss den Nutzen spüren“, sagt Bürgermeister Lohner. Es habe keinen Sinn, wenn immer wieder Einzelveranstaltungen eingestreut würden.

Während der Donnerstag überwiegend im Zeichen der Theorie stand, ist der heutige Freitag bestimmt von Workshops, zum Beispiel zum Thema „Stärken sichtbar machen“ oder „Methoden zur Projektentwicklung mit Schülern“.

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