DRK ist auf der Suche nach Mitgliedern

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 Der Vorstand des DRK in Munderkingen.
Der Vorstand des DRK in Munderkingen. (Foto: SZ- Burghart)

Rund 4220 ehrenamtliche Stunden haben die Helfer des Munderkinger Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes im vergangenen Jahr geleistet. Das hat DRK-Bereitschaftsleiter Michael Benkendorf am Freitagabend bei der 44. Hauptversammlung des DRK-Ortsvereins berichtet.

Und der Bereitschaftsleiter nannte weitere Zahlen: Zu den beiden Blutspendeterminen in der Donauhalle kamen 407 Spender, darunter 31 Erstspender. In der Munderkinger DRK-Bereitschaft engagieren sich 35 Aktive, davon sind sechs Helfer in den vergangenen Monaten neu in die Bereitschaft eingetreten. „Das freut uns sehr“, sagte Benkendorf, betonte aber, dass die „Gewinnung neuer Mitglieder das bestimmende Jahresthema“ bleiben müsse.

Rund 1200 Stunden haben die DRK-Helfer mit Sanitätsdiensten bei Veranstaltungen in der Region verbracht. „Bei den Zeltfesten im Juni und Juli werden wir auch in diesem Jahr wieder an unsere Grenzen stoßen“, sagte der Bereitschaftsleiter. „Seit Jahren plagen uns Nachwuchssorgen“, sagte auch Paul Burger, Bürgermeister von Emerkingen und Vorsitzender des DRK-Ortsvereins, der neben Munderkingen auch für die Gemeinden Emerkingen, Hausen, Unterwachingen, Untermarchtal und Rottenacker zuständig ist. Zur Nachwuchsgewinnung wurde im vergangenen Jahr ein Workshop mit einer externen Agentur veranstaltet, bei dem Fragen rund um die Mitgliedergewinnung diskutiert wurden. Mit dem Munderkinger Schulverbund, so Burger, sei eine Zusammenarbeit mit dem Schulsanitätsdienst auf den Weg gebracht worden, berichtete Burger. „Auch das bietet uns die Chance, um neue Mitglieder zu werben“, sagt er am Freitag. Der Auftritt des DRK bei der Munderkinger Leistungsschau sei eine weitere Gelegenheit gewesen, die „viel Werbepotenzial“ geboten habe, so Burger.

In seinem Jahresrückblick nannte der Vorsitzende den Ausflug nach Augsburg, das Ferienprogramm, den Ferien-Stammtisch, den Kathreinenmarkt, den Seniorennachmittag im Advent und den Jahresabschluss samt Wanderung nach Rottenacker.

Seit vergangenem Herbst leitet Larissa Handschuh das Munderkinger Jugendrotkreuz. Am Freitag meldete sie, dass dort 19 Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und 15 Jahren aktiv sind und in ihren Gruppenstunden die Grundlagen der Ersten Hilfe üben. Aus Personalmangel und wegen der „schlechten Tagesverfügbarkeit“ konnte die Helfer-vor-Ort-Gruppe im vergangenen Jahr nur zu rund zehn Prozent der Einsätze ausrücken.

Schatzmeister Axel Leute meldete einen positiven Kassenstand und berichtete, dass jedes Jahr rund 3500 Euro in die Ausrüstung investiert werden. Bei den Wahlen konnten alle Posten, außer die des Schriftführers, wieder besetzt werden. Paul Burger bleibt für weitere vier Jahre Vorsitzender des Ortsvereins. Michael Benkendorf ist sein Stellvertreter und gleichzeitig Leiter der Bereitschaft. Bereitschaftsleiterin bleibt für ein weiteres Jahr Irmgard Mayer. Stellvertreter der Bereitschaftsleitung sind künftig Larissa Handschuh und Marius Thies. Axel Leute wird als Schatzmeister weiterhin die Kasse führen, Claudia Handschuh bleibt Sozialleiterin, Larissa Handschuh leitet weiterhin das Jugendrotkreuz, Kathrin Mack und Sandra Wünsch sind Beisitzer im Vereinsausschuss und Gabi Jäger prüft mit Hans Kurz weiterhin die Kasse. Da sich Renate Ege-Kolandt nicht mehr als Bereitschaftsarzt zur Verfügung stellte, wurde dieses Amt am Freitag von Andreas Wyrwohl aus Ehingen, Arzt am Biberacher Krankenhaus, übernommen.

Bürgermeister Michael Lohner lobte die gute Jugendarbeit und betonte: „Das sichert die Zukunft unseres Roten Kreuzes.“ Das DRK habe eine lange Tradition in Munderkingen und leiste immer gute Arbeit, so der Bürgermeister. „Hier wird das Ehrenamt nicht für sich selbst, sondern für die Mitmenschen ausgeübt“, sagte Lohner, „trotz Personalengpässen hat das DRK eine gut Zukunftsperspektive“. Auch Kreisbereitschaftsleiter Ralf Fiderer lobte die Arbeit im Munderkinger Jugendrotkreuz. „Auf den Munderkinger Ortsverein ist bei Veranstaltungen immer Verlass“, betonte der Kreisbereitschaftsleiter und nannte den Lauterlauf, den Bike-Marathon in den Einstein-Marathon als Beispiele. Im Namen der Munderkinger Feuerwehr bedankte sich Vize-Kommandant Michael Ibach für die gute Zusammenarbeit und bot dem DRK die Unterstützung der Feuerwehr bei der Mitgliederwerbung an. Am Schluss der Versammlung kündigte Paul Burger an, dass die Ehrenamtlichen des Munderkinger DRK-Ortsvereins künftig bei Sanitätsdiensten eine „kleine Entschädigung von einem Euro pro Stunde“ bekommen. „Das kann den Dienst nicht ausgleichen, soll aber ein symbolischer Betrag sein, der unsere Anerkennung und Wertschätzung ausdrücken soll“, sagte Burger.

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