Das ist beim Zunftball der Trommgesellen geboten

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Das Plakat für den Zunftball, den federführend Florian Schaible (l.) und Carmen Klein organisiert haben, hat traditionell der Mu
Das Plakat für den Zunftball, den federführend Florian Schaible (l.) und Carmen Klein organisiert haben, hat traditionell der Munderkinger Künstler Hans-Jürgen Knupfer gestaltet. (Foto: Sz- eis)

„Rauchende Colts“ lautet das Motto des diesjährigen Zunftballs der Munderkinger Trommgesellenzunft. Das Plakat für die Veranstaltung hat auch diesmal wieder der Künstler Hans-Jürgen Knupfer gestaltet. Der Kartenvorverkauf im Schuhhaus Müller beginnt am Samstag, 16. Februar.

Das Jahr 2019 war erst wenige Minuten alt, da hat Künstler Hans-Jürgen Knupfer traditionell die Signatur unter sein Bild für das Werbeplakat für den Zunftball der Munderkinger Trommgesellenzunft gesetzt. „An Silvester bin ich immer zuhause und vollende das Ballplakat“, berichtet der Maler, der die Vorlage für den Druck wieder auf Leinwand gemalt hat. „Damit kenne ich mich einfach am Besten aus – weiß wie die Farben wirken und reagieren“, sagt Knupfer.

Begehrtes Sammlerstück

Die Munderkinger Trommgesellenzunft ist froh und dankbar, dass sich Knupfer jedes Jahr ehrenamtlich bereit erklärt, das Plakat zu gestalten. Lediglich zwei Pins als Eintritt für den Umzug am Fasnetssonntag möchte er als Entschädigung haben. „Dieses besondere Ballplakat ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal für uns und es hat sich in den vergangenen Jahren zum begehrten Sammlerstück entwickelt“, sagt Narrenrätin Claudia Brunner. Die Zunft gibt das Motto für den Ball an Knupfer weiter und der Künstler entwirft dann ein Bild in seinem Stil. „Und immer wieder überrascht er uns mit seinen tollen Entwürfen“, fügt sie hinzu.

Wir haben wieder ein Motto gesucht, mit dem jeder etwas anfangen kann. 

Carmen Klein

In diesem Jahr lautet das Motto des Zunftballs „Rauchende Colts“. Das habe bei Knupfer Erinnerungen an seine eigene erste Spielzeugpistole in der Kindheit wachgerufen. „Wir haben wieder ein Motto gesucht, mit dem jeder etwas anfangen kann“, erklärt Carmen Klein, die als Verantwortliche für die Ballorganisation im Narrenrat in dieser Saison erstmals von ihrem Nachfolger Florian Schaible unterstützt wurde.

Kakteen aus Pappmaschee

Der Ball findet in der Donauhalle statt, die ebenfalls passend zum Motto gestaltet wird. „Die Halle ist inzwischen ziemlich in die Jahre gekommen, da ist es eine echte Herausforderung, sie hübsch zu dekorieren“, sagt die Ballverantwortliche. Es sei immer viel Engagement und Ideenreichtum gefragt. „Schon im Sommer haben wir begonnen, die entsprechende Deko zu basteln“, so Carmen Klein. Kakteen aus Pappmaschee, einen Planwagen und ein Saloon werden in der Halle zu entdecken sein.

Eintrittskarten für den Ball gibt es wieder in zwei Kategorien. Bei der Variante „Sheriff“ für 16 Euro (ermäßigt 14 Euro) wird den Gästen mit Western-Schaschlik und Knautzen ein wild-west-typisches Essen serviert, dass die Küche im Gasthaus Rössle kocht. Die Bewirtung übernimmt wie immer der Narrenrat höchstpersönlich. Die günstigere Kategorie „Cowboy“ für neuen Euro (ermäßigt sieben Euro) bleibt traditionell ohne Essen. Snacks werden aber auch in der Halle angeboten. Die passenden Getränke können an der Westernbar bestellt werden.

100 Akteure auf der Bühne

Das Programm gestalten die Munderkinger Vereine und die verschiedenen Gruppen der Zunft. „Wir vom Narrenrat sind auch wieder mit einem kleinen Eröffnungsact dabei“, kündigt Claudia Brunner an. Für die Proben haben sich die Zunftoberen in diesem Jahr sogar professionelle Unterstützung geholt. Erstmals haben die verschiedenen „Showgruppen“ ihre Musik für denn Ball vorab bei Sebastian Gröber gemeldet. „So soll verhindert werden, dass immer wieder die selben Lieder im Programm auftauchen“, sagt der neue Ballverantwortliche Florian Schaible. Unsicher ist, ob es in diesem Jahr einen Überraschungsauftritt geben wird. „Wenn das klappt, wird das was ganz Besonderes“, verspricht Carmen Klein. Insgesamt werden etwa 100 Akteure auf der Bühne zu sehen sein.

Den Kartenvorverkauf, der am 16. Februar beginnt, übernimmt wieder Paul Gröber vom Schuhhaus Müller. „Er organisiert für den ersten Verkaufstag immer eine extra Kraft, die sich nur darum kümmert, das ist nicht selbstverständlich und dafür sind wir sehr dankbar“, so Claudia Brunner. Die Karten werden nur zu den Öffnungszeiten des Geschäftes angeboten. Erfahrungsgemäß sei gerade am ersten Verkaufstag der Ansturm sehr groß. „Alle wollen ihre angestammten Plätze reservieren“, weiß Carmen Klein. Gerade für größere Gruppen sei es ratsam, die Eintrittskarten möglichst rechtzeitig zu kaufen.

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