Beim Naturschutz sind Taten statt Worte entscheidend

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 Besonders aktive Vereinsmitglieder, die sich für den Naturschutz einsetzen, mit dem Vorsitzenden Max Burgmaier und Bürgermeiste
Besonders aktive Vereinsmitglieder, die sich für den Naturschutz einsetzen, mit dem Vorsitzenden Max Burgmaier und Bürgermeister Michael Lohner (rechts). (Foto: Friedrich Hog)
Friedrich Hog

Bei der Jahreshauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Munderkingen am Donnerstag wurde deutlich, dass der Verein Hand in Hand mit der Bevölkerung und dem Bauhof tatkräftig Aktivitäten entfaltet, die dem Schutz der Natur dienen. Bürgermeister Michael Lohner warf mit dem Beamer eindrucksvolle Bilder an die Leinwand, die einen Arbeitseinsatz in Algershofen dokumentieren.

In den Berichten für das Geschäftsjahr 2018 des Vorsitzenden Max Burgmaier und des Schriftführers Fabian Schuh, letzterer vorgetragen von Harald Ertle, tauchte insbesondere die Pflege des Magerbiotops Steinmäuerle auf. Die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamts Alb-Donau gewährte nach gemeinsamer Begehung einen Zuschuss für die Durchführung der zum Erhalt notwendigen Maßnahmen. Zu diesen gehörten u.a. Mäharbeiten im Dezember, die von fünf aktiven Vereinsmitgliedern durchgeführt wurden. In Algershofen fand eine Versammlung zur Entwicklung der warmen Quellen statt, bei der neben Mitgliedern des Vereins auch Vertreter der Stadt Munderkingen und des Landratsamts teilnahmen.

Von den 76 Vereinsmitgliedern sind 70 Prozent über 60 Jahre alt, 26 Prozent zwischen 40 und 60, und nur drei Prozent sind jünger als 40 Jahre. Dies wurde seitens des Vorstands als einziges Manko des Vereins kommuniziert, mit der Bemerkung, dass die Gründung einer Jugendgruppe versucht worden sei, bisher jedoch ohne Erfolg. Finanziell steht der Verein sehr gut dar, wie Kassier Harald Ertle mit den Worten „finanziell sind wir gesund“ ausführte. Das Vereinsvermögen im fünfstelligen Bereich sei sogar leicht angewachsen. Kassenprüfer Karl Heinz Haug bescheinigte vorbildliche Kassenführung. Seinen Hinweis, dass das Vereinsvermögen nicht zwingend immer wachsen müsse, sondern im Sinne der Satzung auch eingesetzt werden dürfe, griff der Vorsitzende am Ende der Versammlung auf. „Beim nächsten sachdienlichen Projekt wird sicher Geld verbraucht, aber rauskeien tun wir es nicht“, sagte Vorsitzender Max Burgmaier. Bürgermeister Michael Lohner, selbst Mitglied im Verein, nahm die Entlastung des Vorstands vor, die einstimmig ausfiel. Er lobte die Arbeit des Vereins in diesem Zuge noch einmal ausdrücklich. „Arbeitseinsätze funktionieren richtig gut. Man schafft gerne, es lohnt sich. Jeder hat Spaß dabei“, sagte der Bürgermeister. Er zeigte Fotos vom Arbeitseinsatz in Algershofen.

Der vor zwei Jahren in Auftrag gegebene Gewässerentwicklungsplan habe sehr zum Erhalt des Biotops um die warmen Quellen beigetragen. So sei auch der Algershofer Bach von Vereinsmitgliedern, den Algershofer Landwirten und Mitarbeitern des Bauhofs Hand in Hand auf Vordermann gebracht worden, und eine gefasste warme Quelle wurde nachhaltig gepflegt. Sie soll zeitnah so renaturiert werden, dass sie ihre Funktion wieder voll erfüllt, sagte Michael Lohner. Auch werde ein Gitterschutz angebracht, um Unfällen vorzubeugen. Mit Maschinen, Motorsäge und Traktor waren die Aktiven angerückt, „jeder war um 13 Uhr zuhause und war glücklich“, sagte der Bürgermeister.

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