Arbeitsgruppe „Grünbereiche“ stellt erste Ergebnisse vor

Lesedauer: 5 Min
Die von Rätin Brigitte Schmid als grüne Wand bezeichnete Fläche in Richtung Bahnhof.
Die von Rätin Brigitte Schmid als grüne Wand bezeichnete Fläche in Richtung Bahnhof. (Foto: SZ- hog)
hog

Der Gemeinderat hat die Einsetzung verschiedener Arbeitskreise beschlossen. Während andere Arbeitskreise bei einer Klausurtagung des Gemeinderats im November installiert werden sollen, hat die Arbeitsgruppe „Grünbereiche“ bereits ihre Arbeit aufgenommen. In der Sitzung des Gemeinderats am Mittwoch stellte die Sprecherin der Arbeitsgruppe, Brigitte Schmid, anhand eines Lageplans die besprochenen Maßnahmen im Bereich südlich der Bahnlinie vor. Im Gegensatz zur Grünfläche nördlich der Bahnstrecke sind diese Flächen seit ihrer Ersteigerung durch die Stadt in deren Eigentum.

Verwilderte Flächen

Die einzelnen Flächen im Bahnhofsareal sehen unterschiedlich aus und benötigen individuelle Veränderungen. Allen gemeinsam ist die Tatsache, dass sie verwildert sind und für Insekten im jetzigen Zustand wenig Lebensraum bieten. Daher hat sich die Arbeitsgruppe „Grünbereiche“ konkrete Maßnahmen einfallen lassen, um die Grünflächen in optisch schönere und für die Natur nützliche Flächen umzuwandeln.

Die größte Fläche zieht sich von der BAG in Richtung Bahnhof und stellt sich als „zugewachsen“ dar – „wie eine grüne Mauer“, so Brigitte Schmid. Bis auf die großen Bäume wird der Bereich komplett gerodet. Die entstehenden Lücken sollen mit niedrigen Blühstauden und Sommerflieder ergänzt werden. Am südlichen Rand wird eine Blühmischung eingesät, die Sonne liebt, am nördlichen Rand eine schattenbevorzugende Mischung.

Langfristig Bäume pflanzen

Ein schmaler Bereich nördlich davon, an der Grenze zum Bahngelände, ist mit niedrigen Büschen bewachsen. Hier soll eine durchgehende Strauchreihe kommen, die niedrig gehalten wird, mit erkennbarem Abschluss zur BAG hin. Ein schmaler, südlich gelegener Grünstreifen soll langfristig mit drei Bäumen bepflanzt werden, wobei bereits der geplante Kreisverkehr bei der Bepflanzung berücksichtigt werden soll. Die Grünfläche vor dem Bahnübergang soll gerodet und gefräst werden. Im kommenden Frühjahr ist das Ausbringen einer Blühmischung geplant. Im Folgejahr könnten einzelne Blühstauden und auch Kräuter eingebracht werden.

Bürgermeister Michael Lohner sagte die Hilfe der Bürgerwehr beim Beseitigen von Müll in den Grünflächen zu, ebenso die Beauftragung der Firma Gebrüder Neubrand zur professionellen Rodung und Verwertung des groben Grünguts. Er machte deutlich, dass er von der Arbeitsgruppe „Grünbereiche“ stets bestens informiert wurde. Tobias Frankenhauser ging davon aus, dass die kleineren Arbeiten in Eigenleistung gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Naturschutz und freiwilligen Munderkinger Bürgern erbracht werden können. Für die Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Munderkingen gab Harald Ertle bereits grünes Licht, und sagte auch den Einsatz von Geräten zu, soweit andere Tätigkeiten Einsätze am Bahnhof erlauben.

Mit den Worten „ich denke, das ist ein guter Start“ kommentierte Bürgermeister Lohner den Punkt sichtlich erfreut. Ein Dorn im Auge bleibt weiterhin der Grünstreifen nördlich der Bahnlinie, der im Eigentum der Bahn steht und notgedrungen von der Stadt gepflegt wird. Offen blieb zunächst auch, was mit dem Durchgang geschieht, durch den viele Bahnfahrer vom BAG-Gelände aus auf Gleis 1 gelangen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen