200 Freiwillige räumen Munderkingen auf

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Bürgermeister Michael Lohner (hinten links) lobt die Helfer am Ende der Sammelaktion.
Bürgermeister Michael Lohner (hinten links) lobt die Helfer am Ende der Sammelaktion. (Foto: SZ- HOg)
Friedrich Hog

Sämtliche Munderkinger Vereine, der Gemeinderat und insbesondere auch Bürgermeister Michael Lohner haben den Samstagvormittag auf Munderkingens Straßen verbracht, um die Hinterlassenschaften unsensibler Mitbürger zu beseitigen. Bei kühlem, aber gutem Wetter entwickelte sich die Aktion wie auch schon in den Vorjahren zu einem „schönen Happening für Familie und Kinder“, wie es Bürgermeister Lohner am Ende der Putzete im geselligen Rahmen auf dem Bauhof formulierte.

Rund 200 freiwillige Helfer waren am Samstag in Munderkingen im Einsatz, um öffentliche Straßen und Plätze von Unrat zu befreien, und damit Umwelt und Stadtbild etwas Gutes zu tun. Alle Munderkinger Vereine beteiligten sich am Reinemachen, Arbeitsgemeinschaft Naturschutz, DRK, Feuerwehr, Gartenfreunde, Geschichtsverein, Jugendfeuerwehr, Obstbauverein, Schützen und der VfL.

Manfred Walter vom Bauamt hatte die Stadt in einzelne Gebiete aufgeteilt, in welche die Helfer mit Eimern und Müllsäcken ausgeschickt wurden. Die vollen Eimer brachten sie zum Teil direkt zum Container auf dem Bauhof oder sie bündelten das Sammelgut in den Säcken. Diese wurden von Michael Lohner persönlich mit dem städtischen Dienstfahrzeug „Piaggio“ eingesammelt und zum Bauhof gebracht. Die Fischer und die Kanuten waren an und auf der Donau unterwegs, um das Gewässer und die Ufer von Müll zu befreien. Vor zwei Jahren war eine Flaschenpost der spektakulärste Fund, dieses Mal konnte immerhin eine Bremsscheibe aufgesammelt werden, dazu etliche alte Autoreifen. Hinzu kamen die üblichen Flaschen, Essensreste und Kassenzettel, insbesondere in den Hecken um den Bahnhof herum und an den Rändern der Einfallstraßen.

Unter den Helfern war auch ein Team von Flüchtlingen. Die Schüler hatten am Freitag bereits ihre Gebiete durchkämmt. In seiner Ansprache am Ende der Putzete bezeichnete Bürgermeister Lohner die Aktion als „etwas, das die Stadt zusammenhält“. Seien vor Jahren noch jeweils 40 Kubikmeter Müll zusammengekommen, so läge man heuer bei zehn bis zwölf Kubikmeter.

Ein Drittel der Helfer sei immer dabei, das zweite Drittel oft, die restlichen Helfer seien heuer neu dabei gewesen. Die Verpflegung für die Helfer wurden vom HGV gespendet, alle Kinder bekamen eine Tafel Schokolade.

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