Verpflanzung nicht möglich: Merklinger Linde muss weg

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 Die Linde am Einsteinweg sollte umgesetzt werden. Doch das ist nicht möglich und so muss der Baum nun doch weichen.
Die Linde am Einsteinweg sollte umgesetzt werden. Doch das ist nicht möglich und so muss der Baum nun doch weichen. (Foto: Scholz)

Sie prägt das Bild in der Nähe des ASB-Pflegeheims Albblick in Merklingen. Dort steht sie seit dem Jahr 1994: die Linde. Jetzt muss der Baum am Ende der Einsteinstraße gefällt werden. Grund dafür ist die Fortführung des Baugebiets Lindenstraße.

Die Gemeinde Merklingen wollte allerdings die Linde, die gemeinsam von Kaspar und Martin Gröh gepflanzt wurde, nicht aufgeben und kümmerte sich um Alternativen. So auch um die Frage, ob eine Verpflanzung möglich wäre. Letztlich, so der Merklinger Bürgermeister Sven Kneipp (parteilos) in der jüngsten Gemeinderatssitzung, hätte die Linde lediglich um 40 Meter versetzt werden müssen. Eine Firma sei deswegen recherchiert und angefragt worden, die sich auf solche Verpflanzungen spezialisiert habe. Mit einem Durchmesser des Stamms von 49 Zentimetern sei die Linde allerdings zu groß.

Kosten bis zu 7000 Euro

5000 bis 7000 Euro hätte eine Verpflanzung dann gekostet. „Dann müssen wir wohl doch besser drei neue Bäume pflanzen“, sagte das Gemeindeoberhaupt in der Sitzung des politischen Gremiums. Diese Bäume könnten dann durchaus auch höherpreisig eingekauft werden. Die Gemeinde sehe sonst keine andere Möglichkeit.

 Widmung bei der Linde.
Widmung bei der Linde. (Foto: Scholz)

Die Idee einer Verpflanzung sei gut gewesen, doch nicht zu realisieren. Deswegen müsse der Baum nun weichen. „Sonst sind wir eigentlich Baumsteller“, merkte Kneipp an. Der Gemeinde sei daran gelegen, entsprechende Pflanzungen vorzunehmen – Jahr für Jahr. Dort, wo die Linde seit 1994 gewachsen ist, sollen Straße und Kanal gebaut werden. Deswegen sei der Baum im Weg. Ratsmitglied Martin Gröh hörte aufmerksam zu. Auch er bedauerte, dass die Linde gefällt werden muss. Gröh hatte diese 1994 mit gepflanzt. Der Baum lädt zum Ruhen ein. Sitzbänke bieten Gelegenheit, um dort zu rasten.

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