Tunnelbauarbeiter sehen bei Imberg wieder Licht

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Licht am Ende des Tunnels: Nach 220 Metern durch den Imberg erfolgte am Dienstag der Durchschlag.
Licht am Ende des Tunnels: Nach 220 Metern durch den Imberg erfolgte am Dienstag der Durchschlag. (Foto: Archiv)
Schwäbische Zeitung

Für einen der kürzeren Tunnel der ICE-Neubaustrecke Wendlingen-Ulm ist in dieser Woche der Durchschlag erfolgt: den Imbergtunnel zwischen Merklingen und Ulm. Und das trotz teilweise schwieriger Verhältnisse.

Der Imberg besteht in einigen Teilen aus verkarstetem Kalkgestein, was die Arbeiten erschwerte. Am Dienstag konnten die Arbeiter nun nach drei Monaten den knapp 220 Meter langen bergmännischen Tunnelabschnitt durchschlagen. Der Imbergtunnel direkt neben der A 8 soll einmal 499 Meter lang sein, die restlichen 279 Meter sollen in offener Bauweise erfolgen, also die Arbeiter fertigen die Tunneldecke, -wände und den Boden aus Beton an.

Aufgrund des zweigleisigen Streckenverlaufs im Tunnel weist er mit rund 140 Quadratmetern einen Querschnitt auf, der deutlich größer ist als bei den langen Tunnels der Neubaustrecke, die als zwei kleine Röhren ausgebildet werden. Der bergmännische Vortrieb erfolgt in drei Teilquerschnitten – Kalotte, Strosse, Sohle – jeweils über die ganze Tunnellänge. Der Durchschlag erfolgte im oberen Tunnelbereich, der sogenannten Kalotte.

„Wir werden jetzt noch einmal zwei Wochen den Karst im Bereich des Tunnels erkunden und danach die bergmännischen Arbeiten fortsetzen“, sagte Stefan Kielbassa, DB-Projektleiter für die Abschnitte Albhochfläche, Albabstiegstunnel und Ulm über den Fortgang beim Tunnelbau. „Nach der Vortriebsphase wird dann die Innenschale des Tunnels hergestellt, zusammen mit den beiden Abschnitten in offener Bauweise“, erklärte er weiter. Der Tunnel soll Mitte 2016 im Rohbau fertiggestellt sein.

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