Theaterabteilung probt neues Stück mit vielen Grimassen

Lesedauer: 8 Min
 Die Theaterabteilung des TV Merklingen übt ein neues Stück ein.
Die Theaterabteilung des TV Merklingen übt ein neues Stück ein. (Foto: Scholz)

Die Tür zum kleinen Übungsraum in der Gemeindehalle in Merklingen öffnet sich. Die Begrüßung ist herzlich. Stühle und Tische werden gerückt, dann geht es auch schon los: Die Mitglieder der Theaterabteilung des Turnvereins 1862 Merklingen proben. Unter Mitwirkung der Theater-Jugendgruppe sowie der Stadel-Band bringen sie das Stück „Wer schön sein will, muss leiden!“ auf die Bühne. Im März wird es soweit sein. Nach der Hauptprobe am Freitag, 15. März, um 13.30 Uhr folgt die Premiere um 19.30 Uhr. Dann sind zwei weitere Aufführungstermine in der Gemeindehalle, nämlich am Samstag und Sonntag, 16. und 17. März, um 19.30 Uhr und um 14 Uhr, angesetzt.

Jede Menge zu lachen

Zum Inhalt: Hochstapler und Heiratsschwindler Felix Kleidermann will seinen lästigen Konkurrenten Freddy Lindemann loswerden. Freddy hat dem lieben Felix schon so manchen Strich durch die Rechnung gemacht und sich dabei selbst ordentlich die Taschen gefüllt. Die beiden treffen sich abgebrannt auf der Schönheitsfarm „Kappeskopf“ wieder. Felix schlägt Freddy einen Wettkampf vor. Wer die erste Frau in diesem Hotel um 5000 Euro erleichtert, überlässt dem Sieger künftig das Spielfeld. Der Deal steht.

Doch ganz so einfach ist es für die beiden Charmeure nicht. Durch eine Verwechslung wird Felix als Schönheitsguru Doktor Reiherhahn vorgestellt und Freddy als sein Assistent. Zum „Anbaggern“ von Frauen fehlt die Zeit. Doch die Beiden finden Gefallen am neuen Job. Mit recht unkonventionellen Mitteln bringen sie die gesamte Gästeschar auf Vordermann – wäre da nicht die äußerst attraktive Japanerin Miezi Kamikatze, dich sich sehr für die Behandlungsmethoden der beiden verdorbenen Schurken interessiert.

Autorin ist Beate Irmisch

Das Stück in drei Akten stammt von der Autorin Beate Irmisch. „Wir haben schon einiges von ihr gespielt“, weiß Markus Marth. Der Merklinger spielt selbst eine Rolle im Stück und führt gleichzeitig mit Georg „Bolle“ Betz die Regie.

Sechs Frauen und fünf Männer: Die Laiendarsteller haben mit der Stellungsprobe begonnen. „Es geht jetzt schon darum, auf Ausdruck zu achten. Außerdem sollten alle ihren Text auswendig kennen. Der erste Akt ist schon mal ganz gut“, lobt Marth. Darüber hinaus sei das jetzt die Orientierungsphase. Wo bewege ich mich? Wen muss ich anschauen? Wo stehen dann die Requisiten? Viele Fragen würden geklärt. Dafür nehmen sich die Mitglieder der Theaterabteilung Zeit. Momentan wird immer montags ab 20 Uhr geprobt. Im späteren Verlauf wird die Gruppe fast täglich zusammen kommen, damit letztlich alles sitzt und das Publikum in der Gemeindehalle begeistert werden kann.

Routine bei den Darstellern 

Fest steht: Es wird viel zu lachen geben. „Am Anfang gibt es auch für uns eine Menge zu lachen. Aber die Routine bringt es dann“, sagt Markus Marth. Schließlich sollen sich die Darsteller bei den Aufführungen nicht selbst auf der Bühne „kaputt“ lachen. „Wenn man sich auf die Rolle konzentriert, dann klappt das. Man übt ja auch viel“, sagt Abteilungsleiterin Sandra Epple.

25 bis 27 Proben sind angesetzt. Eine große Veränderung gibt es, wenn erstmals auch in die Kostüme geschlüpft wird. Das sei noch einmal ein ganz anderes Gefühl und auch da müsse sich jeder zurecht finden.

Im kleinen Übungsraum geht es hoch her. Grimassen werden geübt, Text korrigiert und auch mal herzlich gelacht. Die Laiendarsteller sind sich sicher: Es ist ein gutes Stück, das den Zuschauern sicherlich viel Freude bereiten wird.

Der Kartenvorverkauf startet am 15. Februar. Tickets gibt es in Merklingen bei der Albernte, bei der Bäckerei Scheiffele und bei Helga Baumann Post-Agentur sowie in Laichingen bei der aegis-Buchhandlung und bei activ financial services. Eine Reservierung ist dann außerdem unter Telefon 07333 / 925790 sowie per E-Mail an kartenverkauf@tv-merklingen.de möglich.

Übrigens: Die Theaterabteilung mit entsprechenden Aufführungen gibt es nun seit 92 Jahren. „Es war früher ein Freilufttheater“, weiß Epple. Der Zeit entsprechend habe die Gruppe mit ernsten Stücken begonnen. Heute sind es zumeist Dreiakter, bei denen viel gelacht werden darf.

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen