Merklinger Bahnhof nimmt 2022 Betrieb auf

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 Vor Kurzem wurde der Fußgängersteg für den neuen Merklinger Bahnhof eingehoben.
Vor Kurzem wurde der Fußgängersteg für den neuen Merklinger Bahnhof eingehoben. (Foto: thhe)
Schwäbische Zeitung

Der Bahnhof Merklingen soll seinen Betrieb Ende 2022 aufnehmen. Zunächst sollen die Züge allerdings nur zwischen Merklingen und Ulm verkehren. Landtagsabgeordneter Manuel Hagel (CDU) drängt darauf, dass das Land die Bedienung dieser Strecke rechtzeitig europaweit ausschreibt.

Mit einer Kleinen Anfrage hat sich Manuel Hagel laut Pressemitteilung diese Woche an die grün-schwarze Landesregierung gewandt. Ziel sei es gewesen, mehr über den aktuellen Stand der Entwicklungen rund um den Merklinger Bahnhof zu erfahren, besonders mit Blick auf den baldigen Vorlaufbetrieb.

„Was lange währt, wird endlich gut. Unser Einsatz hat sich gelohnt und die Arbeiten für den Bau des Bahnhofs Merklingen laufen auf Hochtouren“, lässt Hagel wissen und ergänzt: „Ich freue mich schon unwahrscheinlich darauf, wenn bald die ersten Züge fahren.“ Aber er schränkt ein: „Vorerst in Richtung Ulm.“ Und ab wann? Ab Ende 2022.

Zeitraffer-Video: Fußgängerbrücke am Bahnhof Merklingen eingesetzt
Wegen eines Unfalls startete das Einsetzen der Fußgängerbrücke am Bahnhof Merklingen später als geplant. Mit Hublasten von 220 und 320 Tonnen wurde die 31 Meter lange und 30 Tonnen schwere Stahlkonstruktion zwischen die Treppenhäuser gehängt.

Um einen „funktionierenden Vorlaufbetrieb“ zu gewährleisten, seien noch einige Dinge erforderlich, so Hagel, der auch Generalsekretär ist seiner Partei auf Landesebene. Die Maßnahmen für den Vorlaufbetrieb zwischen dem Regionalbahnhof Merklingen und Ulm müssten „weit vorher“ geschaffen werden.

Hagel fordert europaweite Ausschreibung

Hagel sieht das Land in der Pflicht, es müsse „frühzeitig“ eine europaweite Ausschreibung vorgenommen werden, damit eine zeitgerechte Verkehrsaufnahme sichergestellt werden könne. Zudem würden auch die kommunalen Aufgabenträger für den ÖPNV einen angemessenen Zeitraum benötigen, um den Bahnhof an den Buslinienverkehr anbinden zu können.

„Nach all den Turbulenzen, die das Projekt bisher erlebt hat, bewegen wir uns in Richtung Zielgerade. Allerdings haben wir unser Ziel erst erreicht, wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden und auch tatsächlich Züge auf der Strecke fahren. Jetzt gilt es dranzubleiben, damit die Bürger schnellstmöglich von diesem Ausbau profitieren können“, so Hagel abschließend.

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