Merklingen erwirtschaftet im Bereich Wasserversorgung einen Gewinn

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 Investitionen im Bereich der Kläranlagen waren der Grund für die Gründung eines Eigenbetriebs.
Investitionen im Bereich der Kläranlagen waren der Grund für die Gründung eines Eigenbetriebs. (Foto: Scholz)

Die Gemeinde Merklingen hat zum 1. Januar vergangenen Jahres den Eigenbetrieb Gemeindewerke gegründet – für den Bereich der Abwasserbeseitigung und der Wasserversorgung. Maßgeblich für dieses Verfahren war die Investition in die Abwasserableitung zum Klärwerk Steinhäule und die damit verbundene Aufgabe der eigenen Kläranlage in Merklingen. Die Investitionen konnten nicht ohne Kredite finanziert werden. Durch den Eigenbetrieb wurde eine direkte Zuordnung der Kredite möglich, so dass die Gebührenzahler und der allgemeine Haushalt nicht belastet werden mussten.

Steuerberatungsbüro kümmert sich um Eröffnungsbilanz

Jetzt erfolgten Eröffnungsbilanz und Jahresrechnung. Die Merklinger Kämmerin Manuela Uebele zeigte auf, dass die Eröffnungsbilanz durch das Steuerberatungsbüro Treubert entsprechend den kommunalwirtschaftsrechtlichen und steuerrechtlichen Vorgaben erstellt wurde.

Die Eröffnungsbilanz ist in die Seite „Aktiva“ und „Passiva“ unterteilt. Beim Bereich „Aktiva“ werden die Aufwendungen vermerkt. So sind beispielsweise die Sachanlagen mit 3,2 Millionen Euro oder auch der Punkt Vermögensgegenstände mit 148 135 Euro vermerkt. In Summe stehen in diesem Bereich 3,5 Millionen Euro. Diese lassen sich auf der Seite „Passiva“ erkennen. Darin wird aufgezeigt, woher Geldmittel für eine Finanzierung kommen. Verträge mit der Landesbank, die allerdings bereits schon abgerechnet sind, fallen auch darunter.

Gewinn in Höhe von 45 160 Euro

Im Bereich der Wasserversorgung konnte mit Blick auf die dann aufgestellte Jahresrechnung ein Gewinn erwirtschaftet werden – in Höhe von 45 160 Euro. Die Mitglieder des Gemeinderates befürworteten in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig, dass dieser Gewinn auf das Jahr 2018 vorgetragen wird. „Sollten wir feststellen, dass wir über einen langfristigen Zeitraum Gewinne verzeichnen, dann werden wir die Gebühren senken“, sagte der Merklinger Bürgermeister Sven Kneipp (parteilos). Es gehe der Kommune nicht darum, den Haushalt durch eine bewusste Erzielung von Gewinnen im Bereich der Wasserversorgung zu „sanieren“. Das wäre zwar zulässig, von der Verwaltung mit Blick auf die bereits bestehende Belastung für den Bürger aber nicht angestrebt.

Gebühren „relativ stabil“

Bestand habe aber, dass in den kommenden Jahren – so wie bisher auch – eine ausgewogene Kostendeckung in allen Gebührenbereichen wünschenswert sei. Im Bereich der Wasserversorgung wurde eine Anpassung der Gebühren letztmalig im Jahr 2009 vorgenommen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt, so die Kämmerin, konnten die Wasserverbrauchsgebühren „relativ stabil“ gehalten werden. Die Realsteuerhebesätze hingehen wurden für die Finanzierung des Bahnhofs zum 1. Januar 2016 angepasst. Diese betragen für die Grundsteuer A insgesamt 350 Prozent, für die Grundsteuer B dann 330 Prozent und für die Gewerbesteuer 370 Prozent. Damit liege die Gemeinde Merklingen im Vergleich zu Kommunen auf der Laichinger Alb im Durchschnitt.

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