Jugendliche sprechen bei Kürbis-Suppe über Gott und die Welt

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 Die Band „gOOsebumps“ begleitete.
Die Band „gOOsebumps“ begleitete. (Foto: Scholz)

Es wird geschwätzt, auf dem Smartphone getippt, doch dann ist es im Feuerwehrgerätehaus plötzlich völlig still. Pfarrer Cornelius Küttner ergreift das Wort und begrüßt die Teilnehmer beim Jugendgottesdienst. Es sollte am Samstagabend einer der besonderen Art werden. „Es geht um ein anderes Setting“, zeigt Küttner auf. Deswegen würde auch die Örtlichkeit gewechselt. Doch alleine dabei soll es nicht bleiben.

Feuerwehrgerätehaus ist Treffpunkt

Im Feuerwehrgerätehaus duftet es nach Kürbis-Suppe. Susanne Schertling, die Mutter einer Teilnehmerin am Jugendgottesdienst, ist kräftig am Rühren, damit nichts anbrennt. Die Tische sind gedeckt. Kerzen brennen. So auch das Motto des Jugendgottesdienstes: „KerzenDinner“. Der Gottesdienst in durch ein Mehrgängemenü aufgeteilt. Da wird gegessen, aber auch gesungen. Mit dabei ist die Band „gOOsebumps“. Robin Enderle (am Piano), Jannika Salzmann (Bass), Kevin Schmidt (Gitarre), Laura Ruhland (Schlagzeug) und Saskia Grimm (Ukulele) wollen ihrem Namen alle Ehre machen und versprechen den Jugendlichen Gänsehaut-Gefühl. So wie die unterschiedlichen Gänge hinsichtlich des Essens vorbereitet sind, so haben auch die Musiker ein „Klang-Menü“ aufgestellt. „Wir spielen hauptsächlich Cover-Songs“, erzählt Saskia Grimm. „Castle on the hill“ von Ed Sheeran, „Postcards“ von James Blunt, „Legende“ von Max Giesinger oder auch „4 Chords“ von The Axis of awesome: „Im letzteren Song sind in vier Minuten insgesamt 44 Lieder vereint. Da dürfen die Jugendlichen auch fleißig raten, welche drin sind“, so Grimm.

Die Band begeistert

Die Band legt los, spielt den ersten Titel. Dazu gibt es Kürbis-Suppe. Es folgen Burger und ein süßer Nachtisch. Auch der Punsch darf beim Mehrgängemenü nicht fehlen. „Das ist ein exklusiver Abend“, so Küttner und merkt an: „Heute können wir solch eine Form einfach mal ausprobieren.“ Wie er auf die Idee gekommen ist? „In der Bibel wird so häufig gegessen und beim Essen passiert das Wesentliche. Heute trifft man sich anders und vielleicht ist man auch anders, doch beim Essen passieren dann die coolen Sachen“, erklärt der Pfarrer den Jugendlichen.

 Susanne Schertling verteilte die Kürbis-Suppe.
Susanne Schertling verteilte die Kürbis-Suppe. (Foto: Scholz)

Cornelius Küttner möchte zusammenbringen – in entspannter Atmosphäre. „Ziel ist, dass jeder mitfeiern kann. Wir wollen einfach miteinander schwätzen“, erklärt Küttner. Hinzu kommt die Band, die zu begeistern weiß. Alle Mitglieder spielen nicht nur ihr Instrument, sondern singen auch.

Außerdem gibt es noch eine Besonderheit an diesem Abend. Die Hütte 17 – bestehend aus Yannick Epple, Axel Schneider, Moritz Rösch, Moritz Betz, Stefan Schlenk, Julian Wittlinger und Luca Königsknecht – spendet 200 Euro für die Renovierung des evangelischen Gemeindehauses. „Durch unsere Konfi-Zeit sind wir einfach immer noch mit Pfarrer Küttner verbunden. Da dachten wir, dass wir etwas spenden können“, erzählt Luca Königsknecht. Die 200 Euro seien beim Biotopfest eingenommen worden und fließen nun in den Umbau des Gemeindehauses in Merklingen. Ganz stolz und dankbar nimmt Küttner den großen Spendenscheck entgegen. 

 Mitglieder der Hütte 17 übergeben 200 Euro an die Kirchengemeinde.
Mitglieder der Hütte 17 übergeben 200 Euro an die Kirchengemeinde. (Foto: Scholz)
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