In Merklingen werden die Kreisverkehre bepflanzt

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 Vor-Ort-Termin: Die Mitglieder des Gemeinderates schauten sich die Situation am Kreisverkehr an der Nellinger Straße an.
Vor-Ort-Termin: Die Mitglieder des Gemeinderates schauten sich die Situation am Kreisverkehr an der Nellinger Straße an. (Foto: Scholz)

Die Merklinger Kreisverkehre sollen verschönert werden. Die Thematik stand schon häufiger auf der Tagesordnung der Gemeinderatsmitglieder. Die schauten sich am Dienstagabend vor Ort an, welche Möglichkeiten es gibt, um „die Eingangstore zur Gemeinde“ zu gestalten.

„Manchmal muss man sich Dinge einfach vor Ort anschauen“, sagte der Merklinger Bürgermeister Sven Kneipp (parteilos) und schaute in Richtung des Kreisverkehrs an der Nellinger Straße. Immer wieder musste er seine Stimme erheben, um dem Fahrzeuglärm entgegenzusetzen. „Seitdem es in Merklingen Kreisverkehre gibt, gibt es auch Überlegungen, wie diese gestaltet werden können“, zeigte das Gemeindeoberhaupt auf. Jetzt steht fest: Zwei von drei Kreisverkehren – nämlich jene an der Lindenstraße und an der Nellinger Straße – werden bepflanzt.

Die nähere Gestaltung stellte Sonja Heger dar. Die Landschaftsarchitektin unterstützt die Gemeinde und übernimmt die Planungen ehrenamtlich. Im Oktober vergangenen Jahres hatte sie im Rat eine Konzeption vorgestellt. „Wir waren uns damals im Grundsatz einig, dass wir eine Bepflanzung wollen“, so Kneipp. Wenig Einigkeit herrschte beim Thema Finanzen. 57 000 Euro sah die erstmalige Kostenschätzung für beide Kreisverkehre vor. Die Verwaltung erhielt den Auftrag, diese Kosten zu reduzieren. Das jetzige Angebot der Firma Staudenmayer liegt bei 31 974 Euro. Ziel erreicht, so der Bürgermeister.

Kreisverkehr an der Nellinger Straße: Es ist vorgesehen, die Grasnarbe auf der gesamten Fläche, die 615 Quadratmeter beträgt, zu entfernen. Die Pflanzfläche beträgt laut Heger insgesamt 400 Quadratmeter. Pflanz- und Rasensubstrate werden zur Bodenverbesserung eingebracht. Gepflanzt werden winterharte Gräser wie Federgras, Stauden wie der rote Sonnenhut sowie Blumenzwiebeln. „Es soll einfach auch bunt sein“, so Sven Kneipp. Die Aussaat einer „Bienen-Mischung“ stelle zudem einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Insektenwelt dar. Die so genannte Veitshöchheimer Bienenweide habe eine Standzeit von fünf Jahren. Hinsichtlich der Pflege müsse die Rasenfläche je nach Witterung und Wuchs gemäht werden. Bei den ausgewählten Pflanzen handele es sich um pflegearme Sorten. Gedacht ist auch an ein „Willkommensgruß“ aus Stahl. Dessen nimmt sich Jens Dreher vom hiesigen Unternehmen Metall-Service Dreher an.

Kreisverkehr Lindenstraße: Auch beim Kreisverkehr an der Lindenstraße soll die Bienenweidenmischung zum Einsatz kommen, ebenso wie die Rasensaat. Außerdem sollen Kupfer-Felsenbirnen gepflanzt werden. Es werde auf trockenresistente Pflanzen geachtet, um auch dort den Pflegeaufwand gering zu halten. Heger schlug vor, die Bauhofmitarbeiter im Frühjahr zu begleiten, um anzuleiten. Es sei nicht gleich jede gewollte Pflanze vom Unkraut zu unterscheiden.

Das sagen die Ratsmitglieder: Einstimmig gaben die Ratsmitglieder grünes Licht für das Vorhaben. Von einer Beleuchtung des Willkommen-Schildes beim Kreisel an der Nellinger Straße wurde vorerst abgesehen. Ratsfrau Marie-Luise Jakob zu den Planungen: „Es ist mein Wunsch, dass man das endlich angeht. Die Kreisverkehre sind ein Aushängeschild für Merklingen. Wir geben so viel Geld für andere Dinge aus. Jetzt sollten wir nicht sparen.“ Dem stimmte auch Günter Frohring zu. Allerdings sollte mit Maß und Ziel investiert werden. Das sei jetzt der Fall.

Der dritte Kreisverkehr in der Kommune soll später angegangen werden. Zeitliche sowie finanzielle Kapazitäten seien aufgebraucht.

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