Ampel kaputt: Drei Unfälle mit sieben Verletzten innerhalb von fünf Tagen

Lesedauer: 5 Min

Der dritte Unfall innerhalb kürzester Zeit an der Kreuzung zur A8-Auffahrt in Merklingen.
Der dritte Unfall innerhalb kürzester Zeit an der Kreuzung zur A8-Auffahrt in Merklingen. (Foto: Zwiebler)
Digital-Redakteur Alb-Donau-Kreis/Ulm

Seit Montag vor einer Woche ist an der Kreuzung zur A8-Auffahrt Merklingen die Ampel kaputt. Ein LKW hatte den Schaltkasten umgefahren. Drei Unfälle hat es laut Polizeiangaben seither an dieser Kreuzung gegeben – innerhalb von fünf Tagen: sieben Verletzte und einem Sachschaden in Höhe von rund 82 000 Euro, so die bisherige Bilanz.

„Wir hoffen, dass die Ampel am Ende dieser Woche wieder in Betrieb geht“, sagte Bernd Weltin, Sprecher des Landratsamtes des Alb-Donau-Kreises, dessen Straßenmeisterei für die Verkehrsführung an dieser Kreuzung zuständig ist. Die dafür beauftragte Firma habe die Ersatzteile erst extra bestellen müssen, so Weltin weiter: „Wir haben nochmal Druck gemacht. Die Situation hat höchste Priorität.“

Hätte es verhindert werden können?

Doch hätten die Unfälle nicht vielleicht doch verhindert werden können? Beispielsweise durch eine Ersatzampel? „Danach ist man immer schlauer“, so Weltin. Doch auch eine solche Ersatzampel sei diskutiert und geprüft, aber dann doch – auch nach Gesprächen mit der Polizei – verworfen worden. Zu hoch sei das Verkehrsaufkommen, um eine einfache Baustellenampel zu integrieren.


Schon wieder hat es an der Kreuzung zur A8-Auffahrt einen Unfall gegeben.
Gleich drei Unfälle innerhalb einer Woche, zum Teil mit Verletzten, musste die Polizei in Merklingen aufnehmen. Der Grund: Ein LKW hatte vergangenen Montag den Schaltkasten der Ampelanlage an der Kreuzung zur Autobahnauffahrt umgefahren und danach Fahrerflucht begangen. Die Straßenmeisterei will nun schleunigst die Unfallgefahr verringern. Bis die Ampel wieder funktioniert, wird es aber noch ein paar Tage dauern.

Jedoch sei schon unmittelbar nachdem der LKW vergangene Woche den Schaltkasten kaputt gefahren hatte, die Geschwindkeitsbegrenzung von 70 auf 50 Stundenkilometer verschärft worden. Auch seien auf den Straßen von der Autobahn sowie vom Merklinger Kreisel her kommend bereits orange blickende Warnsignale aufgestellt worden, so Weltin. Diese wurden nun am Sonntag auch auf den Vorfahrtsstraßen der L1230 ergänzt, damit die Autofahrer in Zukunft wissen, dass die Verkehrsregelung geändert wurde.

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen