55 Kinder gehen auf Musical-Tour

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Die Kinder sind eifrig bei den Proben im evangelischen Gemeindehaus dabei.
Die Kinder sind eifrig bei den Proben im evangelischen Gemeindehaus dabei. (Foto: Scholz)
Schwäbische Zeitung

Mächtig Gewusel herrscht derzeit im evangelischen Gemeindehaus in Merklingen. Dort studieren 55 Kinder das Musical „Paulus“ ein. „Wir machen das jetzt schon zum zwölften Mal“, erzählt Saskia Grimm, die den Chor anleitet. Immer in den Osterferien nach dem Ostermontag wird ein Musical eingeübt. Viel Zeit bleibt nicht. Die teilnehmenden Kinder treffen sich täglich um 14 Uhr beim Gemeindehaus. Fahrrad an Fahrrad, Helm an Helm: Viele kommen mit dem Fahrrad, grüßen und parken ihr Gefährt im Eingangsbereich.

Proben beginnen am Nachmittag

Ab 14 Uhr wird dann zunächst eine Stunde lang geübt, also die Lieder für das Musical vorbereitet. Grimm gibt Anweisungen, unterstützt die Kinder und macht vor, wie es geht. Danach wird getobt. Die so genannte Vertiefung beginnt. Die Teilnehmer haben eine Stunde lang die Möglichkeit, Pause zu machen, zu spielen oder auch zu basteln. Von 16 bis 17 Uhr heißt es dann wieder Konzentration. Lieder werden weiter geprobt. Danach ist ein Übungstag schon vorbei. Der Donnerstag gilt als Ausnahme. Am Abend wird noch ein Geländespiel angeboten. Am Freitag werden alle Stückpassagen noch einmal zusammen durchgegangen. Samstag steht die Hauptprobe an.

Die Premiere findet am Sonntag, 8. April, um 15.30 Uhr in der Westerheimer Stephanuskirche statt. Weitere Aufführungen folgen am Samstag, 14. April, um 18 Uhr in der Volksmission in Asch und am Sonntag, 15. April, um 15.30 Uhr in der Kirche zu den Heiligen drei Königen in Merklingen.

14 Ehrenamtliche dabei

14 ehrenamtliche Mitarbeiter bilden das Leitungsteam und kümmern sich in der Woche um die Kinder und natürlich auch um die Live-Musik. Für das Kindermusical hat sich eine extra Band zusammen gefunden. Diese besteht in diesem Jahr aus Kevin Schmidt an der Gitarre, Laura Ruhland an der Gitarre und dem Schlagzeug, Manuel Braun am Schlagzeug, Robin Enderle mit dem Piano, Pia Dreher an der Querflöte, Nadja Hagmeyer mit der Violine und Jannika Salzmann am Bass.

Vorbereitungen starteten im November 2017

„Mit den Vorbereitungen haben wir bereits im November begonnen“, erinnert sich Grimm zurück. Es gab ein Mitarbeiterwochenende, bei dem Ideen und Abläufe besprochen wurden – beispielsweise für das Geländespiel, die Kürzung mancher Lieder und Szenen, die Vertiefungsangebote und die Kulisse. „Wir sind ein gutes Team“, sagt Grimm. Es sei nicht einfach, alle 55 Kinder „unter einen Hut“ zu bringen. Doch jeder packe mit an, kümmere sich und schaue, wo er eingreifen oder unterstützen kann. So würden sich die Ehrenamtlichen ergänzen. Letztlich sei eine Menge Geduld nötig. Doch die würden Grimm und die weiteren Helfer gerne investieren. „Es zählt nicht, dass am Ende alles perfekt ist, sondern dass die Kinder Spaß haben und die Botschaft auch rüber kommt. Es ist immer ein Gänsehautgefühl, wenn man bei der Aufführung dann in die leuchtenden Augen der Kinder schaut“, sagt Grimm.

Begegnung mit Jesus

Darum geht es im Kindermusical: Der strenggläubige Pharisäer Paulus setzt seine ganze Kraft gegen die neue „Irrlehre der „Jesus-Sekte“ ein. Im Auftrag des Hohen Rates reist er nach Damaskus, wo er alle Christen aufspüren und gefangen nehmen will. Doch unterwegs wird er von einem hellen Licht geblendet und Jesus selbst spricht zu ihm. Er fragt Paulus, warum er ihn verfolgt. Diese Begegnung verändert Paulus von Grund auf. Er erkennt laut Mitteilung, dass es allein die Gnade von Jesus ist, die Freiheit verschafft.

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