Kinder erkunden das Biosphärenzentrum

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Herbert Bauer hat den Kindern die Vögel vorgestellt.
Herbert Bauer hat den Kindern die Vögel vorgestellt. (Foto: Sz- eis)

Vogelkunde und Flöße bauen hat am Mittwoch auf dem Programm für 18 Ferienkinder in Lauterach gestanden. Die 16 Mädchen von der Freizeit im Kloster Untermarchtal und die zwei Jungen erkundeten den Nistkastenlehrpfad und durften dann die selbstgebauten Weidenflöße ausprobieren.

Aufgeteilt in zwei Gruppen ging es für einen Teil erst zum Basteln und für den anderen zu den Nistkästen. Hier erklärte Herbert Bauer den Kindern mit Hilfe eines Bestimmungsbuches und eines elektronischen Stifts, welche Vögel in welchen Kasten nisten, wie diese aussehen und wie sie singen. So erfuhren sie, dass der Star von seiner Überwinterung in fernen Ländern oft exotische Gesänge mitbringt, die er perfekt imitieren kann. „Außerdem legt er den Weibchen ein Blümchen ins Nest, um um sie zu werben“, so Bauer. Wenn es gefällt, darf das Männchen einziehen, wenn nicht sucht er ein neues Blümchen.

Schauen, wer dort brütet

Seit gut einem Jahr gibt es den Nistkastenlehrpfad am Biosphäreninformationszentrum in Lauterach. Im Herbst werden die Organisatoren das erste Mal schauen, ob und von wem die Nisthilfen angenommen werden. „Dann öffnen wir die Kästen und schauen, ob sie bewohnt waren. Woran man erkenne, welche Vögel dort gebrütet haben, wollte eine Teilnehmerin wissen. „An den Federn und den Nestern, die Vogelarten bauen ganz unterschiedliche“, erklärte Bauer.

Die Kinder erfuhren außerdem, dass die Nistkästen nicht immer von den vorgesehen Vögeln bewohnt werden. „Wer reinpasst, nistet dort“, so der Fachmann von der Biosphärengruppe. Außerdem würden schon mal Siebenschläfer die Kästen als Unterschlupf benutzen.

Ein großes Insektenhotel dient beispielsweise Wildbienen als Heim erklärte Bauer. „Die Vögel bedienen sich hier schon mal, dass sieht man zum Beispiel an den Löchern, die die Spechte hinein gehakt haben“, fügte er hinzu.

Besondere Pflanze

Am Prälatenweg lernten die Kinder mit der Pimpernuss auch eine besondere Pflanze kennen, die durch ihre gestreifte Rinde gekennzeichnet ist. „Ihre Samen wurden früher als die kleinen Perlen für einen Rosenkranz benutzt“, erklärte Herbert Bayer.

Während dessen bastelte die zweite Gruppe Flöße aus Weidenstängeln. „In der Mittagspause grillen wir und danach ist noch genügend Zeit, zu spielen und die Flöße auszuprobieren“, sagte Schwester Marlies die die Gruppe der Mädchenfreizeit nach Lauterach begleitet hatte.

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