Fasnetsverein Lauterach gräbt die Fasnet aus

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Zahlreiche neue Mitglieder hat der Fasnetsverein Lauterach aufgenommen.
Zahlreiche neue Mitglieder hat der Fasnetsverein Lauterach aufgenommen. (Foto: Sz-: hog)
Friedrich Hog

Bei leichtem Schneetreiben haben es sich am Freitag mehr als 200 Hästräger, Musiker und Freunde des Lauteracher Fasnetsvereins nicht nehmen lassen, der Ausgrabung der Fasnet beizuwohnen. Für die Narrenzunft mit dem neuen Zunftmeister Daniel Buck stand die traditionelle Narrentaufe an der Lauter an, zudem wurde im Rathaus Bürgermeister Bernhard Ritzler abgesetzt, und die Narrenzunft Obermarchtal hat das Stellen des Narrenbaums übernommen. Traditionsgemäß wurde der Abend vom Mundinger Musikverein musikalisch begleitet.

Bei Glühwein, Kinderpunsch und Saitenwürstchen begrüßte der Musikverein Mundingen mit „Wenn nicht jetzt, wann dann“ alle Narren und Fasnetsbegeisterten, dem Schneetreiben zum Trotz. Nachdem sich alle gestärkt hatten, hielt Daniel Buck, seit der jüngsten Generalversammlung neuer Zunftmeister, in Reimform seine Antrittsrede. Die Nervosität wich rasch der Freude, seinen Vorgänger Reinhard „Jimmy“ Eppensteiner zum Ehrenzunftmeister zu küren. 2018 war die einstimmige Aufnahme des Fasnetsvereins Lauterach in die Vereinigung Freier Oberschwäbischer Narrenzünfte (VFON) erfolgt. Damit galt auch das „Lauteracher Lied“ als Kulturerbe, das der Mundinger Musikverein begleitete.

Die Musikkapelle führte sodann den Umzug in Richtung Lautertalbrücke an, gefolgt von Vorstand, Neumitgliedern, Hästrägern und Gästen. Mit einem großen Schöpflöffel mit besonders langem Stil wurde sodann Wasser der Lauter entnommen, und reichlich über die Häupter der Neuzugänge geschüttet. Die neuen Maskenträger 2019 bei den „Bära“ sind Luisa Lang, Anika Schelkle, Elisa Rupp, Amelie Rupp und Sarina Schrade. Neue Mitglieder sind Dominic Mayer, Linda Schörle, Andrea Falk, Oliver Falk, Verena Hecht und Michael Gutsch, letztere beide bei den „Schnegga“.

Im Rathaus übergab Bürgermeister Bernhard Ritzler den Schlüssel erst an Daniel Buck, nachdem er dessen Vorgänger Reinhard „Jimmy“ Eppensteiner nachgetrauert hatte. Zurück an der Halle war dieses Jahr die Narrenzunft Obermarchtal mit Zunftmeister Florian Siegle eingeladen, den Narrenbaum zu stellen. Durch ein Schnäpsle gestärkt, schafften ein paar kräftige Jungs das Stellen des Baumes mit reiner Muskelkraft, ohne Einsatz einer Stange oder sonstiger Technik. Als Gastgeschenk überreichte Florian Siegle eine Flasche „Narramoscht“ an Daniel Buck. Die Stimmung war grandios, das von den Mundingern gespielte „Wimoweh“ aus Südafrika heizte ein und inspirierte zum Tanzen. Die Obermarchtaler Hexen zeigten abschließend ihre Pyramide, und sangen das „Obermarchtaler Narrenlied“.

Zunftmeister Daniel Buck zeigte sich äußerst zufrieden mit dem Ablauf des Abends, der bei Geselligkeit und Verkostung vor und in der Halle seinen Fortgang nahm. Und auch die Anwesenden waren vom neuen Zunftmeister und seiner „Taufe“ begeistert, und zeigten Vorfreude auf die neue Kampagne mit ihm an der Spitze.

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