„Rechts rockt nicht“: So war die Kundgebung gegen das „Rock dein Leben“-Festival

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Kundgebung gegen das Rock-dein-Leben-Festival in Laichingen.
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Kundgebung gegen das Rock-dein-Leben-Festival in Laichingen. (Foto: Kroha)
Redaktionsleiterin

Zu der Kundgebung im Zentrum von Laichingen sind weniger Teilnehmer gekommen als im vergangenen Jahr. Das sind die Bilder von der Demo.

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Die Gruppen Kollektiv.26 aus Ulm, Rosa aus Reutlingen, die Ernst-Bloch-Universität Tübingen und ALARM Rems-Murr haben sich bei einer Kundgebung in Laichingen am Samstagnachmittag gegen das „Rock-dein-Leben“-Festival ausgesprochen. Das Motto: „Rechts rockt nicht“. Teilnehmer informierten im Zentrum über beim Festival auftretende Musikgruppen, wiesen dabei auf die von ihnen analysierten ausgemachten „antisemitischen Anspielungen in Liedern“ hin.

30 Personen nahmen an der Kundgebung teil – darunter auch Teile des Gemeinderates Laichingen. Damit fällt die Teilnahme an der Kundgebung geringer als im vergangenen Jahr mit 50 Personen aus. „Rock-dein-Leben“-Veranstalter Andy Kamm wurde kurz auf dem Motorrad gesichtet.

„Was wir wollen ist, dass das Festival nicht mehr stattfindet“, sagte Dennis Scott von Kollektiv.26 und fügte im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“ an: „Es werden dort Positionen vertreten, die wir nicht mittragen wollen.“

Antisemitische Anspielungen und unterschiedlichste Verschwörungstheorien

Gemeinsam hätten sich die Gruppen mit jenen Musik-Acts auf dem Festival beschäftigt, Liedtexte und Inhalte analysiert. Dabei seien sie zu dem Schluss gekommen, dass antisemitische Anspielungen als auch die unterschiedlichsten Verschwörungstheorien in Songtexten zu hören seien. Scott gab ein Beispiel: die Band „BRDigung“ mit unter anderem dem Lied „Geld regiert die Welt“.

Stärken, Macht, Gewalt und das Frauenbild: In so manch einem Lied gehe es um Vergewaltigungen von Frauen. „Das ist nicht witzig, sondern einfach widerlich“, so Scott. Den vier Gruppen, die federführend die Kundgebung in Laichingen organisierten, gehe es nicht nur um die Band „Freiwild“. Sie hätten sich gemeinschaftlich mit einer Reihe von Musikgruppen auseinandergesetzt. Eben diese kritische Auseinandersetzung ist laut Scott auch das Ziel: „Es ist keine Demo, sondern eine Kundgebung, bei der wir informieren wollen.“ Bewusst habe man sich deswegen auch für das Auftreten vor und nicht am Festival-Wochenende in Laichingen entschieden.

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