Zauberhafter Mittag für Helfer

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Schwäbische Zeitung
Brigitte Scheiffele

In lockerer Atmosphäre haben am Sonntag rund 160 Gäste den ersten Jazz-Brunch mit Benefiz-Charakter im Auditorium der Laichinger Volksbank genossen. Zu Kunst und Magie hatte die Bürgerstiftung Laichinger Alb eingeladen, unterstützt von Mitgliedern des Lions sowie des Rotary Clubs.

Menschen zu aktivieren, sich für die Region einzusetzen, das hat sich die Bürgerstiftung auf die Fahnen geschrieben. Auch durch Veranstaltungen wie den Jazz-Brunch am Sonntag sollen Menschen mit Ideen, Zeit und Geld zusammengeführt und gewonnen werden. Hartmut Schwenk, Vorsitzender des Lions Clubs, stellte an dieser Stelle bereits etablierte Projekte wie zum Beispiel den Tafelladen oder die Klasse 2000 vor, zeigte sich aufgeschlossen für temporäre Projekte und warb um Unterstützung, auch für den seit Jahren herausgegebenen Adventskalender der Lions: „Alle Projekte führen nur durch die finanzielle Unterstützung der Bürger zum Erfolg.“

Eine erstmalige Unterstützung im Rahmen einer Veranstaltung der Bürgerstiftung erfolgte durch den Rotary Club Geislingen-Laichingen, der das bisher schon gute Netzwerk „zum zehnjährigen Bestehen der Bürgerstiftung“ ergänzt und, laut dessen Präsident Axel Beck, weiter zur Unterstützung beitragen wird. „Eine konzertierte Aktion der Service Clubs“, wie Ralf Schiffbauer (Vorsitzender der Bürgerstiftung) meinte und weiter: Als fester Termin für künftige Jazz-Brunches ist zukünftig immer der erste Sonntag im Februar vorgesehen.

Doch wie war die erste Ausgabe überhaupt? Zu essen gab es kleine Leckereien, dazu Musik. Von einer munteren „Dixie-Band-Combo“, wie Roland Ernst seine „Senioren-Band“ bezeichnete. Sieben Musiker die unter dem Namen „Gisela’s Dixieland-Connection“ für Stimmung sorgten. Und warum der feminine Bandnamen? Ganz einfach: Die Band wurde in „Gisela’s reizender Kneipe in München“ gegründet. Am Sonntag sorgten zwei Banjos für karibischen Sound (Peter Fischer und Peter Springer), dazu Helmut Holl am Schlagzeug und ein, wie Roland Ernst verkündete, „78-jähriger Friseurmeister als ältestes Mitglied“. Dicht gefolgt vom 77-jährigen E-Pianisten Christoph Bock und Uli Kuhn am Kontrabass. „76 Jahre zählt auch Wolfgang Müller, Kaminofenbaumeister aus Schwendi“ mit seiner Posaune und – last but not least – führt mit der Klarinette oder dem Saxophon Roland Ernst die Gruppe, der sein Alter mit „auch in den Siebzigern“ verriet. Traditionelle Jazz-Melodien von 1910 bis 1960 sorgten bis in den Nachmittag hinein für Unterhaltung aus einem Repertoire aus New Orleans-Sound, Swing, Blues und Spirituals.

500 Euro für alle Kunstwerke

„In die Welt von Sotheby’s und Christie’s“ holte Uli Rößler schließlich die Gäste bei einer Versteigerung von Bildern, die von sechs Künstlerinnen der Gruppe „Iris“ gespendet wurden. „Nicht nur der kulturelle, sondern auch der Geldadel ist hier versammelt“, bemerkte Rössler. Ganz so locker saß das Portemonnaie bei den Laichingern aber doch nicht: 500 Euro flossen letztlich für alle Kunstwerke in die Kasse der Bürgerstiftung. Mit kleinen aber verblüffenden Zaubertricks unterhielt dann Zauberer Fred Jakson das Publikum: Und alles, wie er erklärte, funktioniert „nur mit Wasser aus Indien“.

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