Helfen bringt Freude: Was die Spendengelder in Uganda bewirkt haben

Monika und Manfred Hiller sowie Ute Kehm reisten nach Uganda, um zu schauen, wie es den Kindern geht und wie es mit dem Projekt
Monika und Manfred Hiller sowie Ute Kehm reisten nach Uganda, um zu schauen, wie es den Kindern geht und wie es mit dem Projekt „Fredmon“ vorangeht. (Foto: PR)
Redaktionsleiterin

Es war ein Wagnis in der Corona-Zeit, doch eines, welches zeigt: Hier ist man auf dem richtigen Weg. Das Laichinger Fredmon-Team mit Monika und Manfred Hiller sowie Ute Kehm ist jüngst aus Uganda zurückgekehrt. Sie sprechen im Gottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde über zwei „behütete Wochen“, über die Lage vor Ort – und auch darüber, was mit Teilen der Spendengelder der Leser aus der Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ der „Schwäbischen Zeitung“ passiert.

Der erste Flug wurde verschoben, doch dann klappte es. Voraussetzung: ein negativer PCR-Test. Monika und Manfred Hiller machte sich gemeinsam mit Ute Kehm als Mitarbeiterin im Fredmon-Team Deutschland nach Uganda auf. Es sollte kein Urlaub werden, denn die Drei hatten sich viel vorgenommen. Was ist im vergangenen Jahr passiert? Wie steht es vor Ort? Was machen die Kinder? Diese Fragen sollten unter anderem geklärt werden. Ute Kehm berichtet, dass derzeit 60 Kinder Teil des Fredmon-Programms sind.

Team besucht 14 Schulen

14 Schulen haben die Drei im Distrikt Luweero besucht, um zu erfahren, wie es den Kindern geht. „Viele sind schon wieder in der Schule, aber noch nicht alle. So hatten wir die Chance, zu schauen, wie es in den Familien ist“, erzählt Ute Kehm. Monika Hiller nickt. Sie bestellt Grüße von allen nach Laichingen. „Wir haben mit Patrick Mukisa einfach den richtigen Partner vor Ort“, so Monika Hiller. Der Pastor leitet das Fredmon-Team in Uganda, blickt gerne auf seine Reise nach Deutschland zurück. „Er hat einfach den Zugang zu den Kindern, begegnet ihnen auf Augenhöhe und mit viel Liebe“, fährt Monika Hiller fort. Patrick Mukisa spreche immer von seiner Fredmon-Familie. „Das Leben spielt sich draußen ab und das Leben kommt wieder zurück“, erzählt Ute Kehm weiter. Corona sei in Uganda derzeit abgeflacht.

Hilfe ist weiterhin nötig

Klar sei aber auch geworden, dass weitere Kinder Unterstützung benötigen. Es bleibe eine Herausforderung, zu spüren, zu prüfen und zu erkennen, wo weitere Kinder diese Hilfe benötigen und wo die Familien selbst Verantwortung übernehmen müssen. Zudem habe man vor Ort feststellen müssen, dass es einen Unterschied zwischen Bedarf und Wünschen gebe. In Zukunft solle Geld für Moskitonetze in der Grundausstattung für den Schulbedarf bereitgestellt werden. Eine Schultasche sei wiederum ein Wunsch, der von Fredmon möglicherweise über eine Sonderaktion zu einem späteren Zeitpunkt finanziert werden könnte.

Fredmon will Land kaufen

Ein Vorhaben, das nun umgesetzt werden konnte, resultiert auch aus Erfahrungen mit dem Coronavirus. „Wir wollten eigentlich nicht, dass Fredmon Besitz hat. Doch die Pandemie hat gezeigt, dass ein Ackerland mit der Möglichkeit zum Anbau und zur Selbstversorgung gut wäre“, berichtet Manfred Hiller. Also haben man beschlossen, Land zu kaufen – und sich auch ein Grundstück angeschaut. Zunächst sei nur eine Verbuschung zu sehen gewesen, doch dann zeigte sich das Land mit einem Teich. „Wir haben viel diskutiert“, so Hiller. Dann habe man sich dafür entschieden, der Vermesser kam, der Vorvertrag wurde aufgesetzt. Fredmon habe nun Land – mit unter anderem Kaffee- und Bananenanbau. „Weitere Planungen sind noch offen“, sagt Manfred Hiller. Es werde jetzt gemeinsam daran gearbeitet, damit mit dem Landkauf zielführend geholfen werden könne. Im Sommer stehe womöglich noch einmal ein Besuch in Uganda an.

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