Wie Senioren besser vor Bränden geschützt werden können

Lesedauer: 5 Min
 Siegfried Frank (Mitte), Obmann der Alters- und Seniorenabteilungen der Feuerwehren im Alb-Donau-Kreis und der Stadt Ulm, am Sa
Siegfried Frank (Mitte), Obmann der Alters- und Seniorenabteilungen der Feuerwehren im Alb-Donau-Kreis und der Stadt Ulm, am Samstag beim Jahrestreffen in Laichingen. (Foto: krom)
Schwäbische Zeitung

Die Parkplätze vor der Laichinger Daniel-Schwenkmezger-Halle waren von vielen Feuerwehrfahrzeugen besetzt, drinnen mehr als 200 Gäste. Neben einem geselligen Austausch ist es beim Jahrestreffen der Alters- und Seniorenabteilungen der Feuerwehren im Alb-Donau-Kreis und der Stadt Ulm auch um ernste Themen gegangen. Unter anderem um die Frage, wie Senioren besser vor Bränden geschützt werden können.

Während Brandschutzerziehung in Kindergärten und Schulen heute eine Selbstverständlichkeit sei, würden Senioren noch immer nicht ausreichend über Gefahren informiert. Dies habe Folgen, so Siegfried Frank aus Laichingen, der Obmann der Alters- und Seniorenabteilungen der Feuerwehren im Alb-Donau-Kreis und der Stadt Ulm am Samstag in der DSH. Deutlich zurückgegangen sei die Anzahl von Kindern, die bei Bränden verletzt oder getötet wurden – die Anzahl von Senioren, die bei Bränden ums Leben kamen, sei hingegen „stark gestiegen“.

Jedoch: Die Feuerwehren hätten darauf reagiert und eine Brandschutzaufklärungs-Kampagne gestartet – „von Senioren für Senioren“. Im Auge habe man dabei Seniorennachmittage, die es nunmehr in fast allen Gemeinden gebe, heißt es weiter in der Mitteilung. Gunter Pantel (Herolstatt), Franz Häußler (Ulm) und Siegfried Frank haben hierfür den entsprechenden Leitfaden erstellt. Dieser werde jetzt den Wehren in der Region zur Verfügung gestellt. Pantel stellte am Samstag noch die Handhabung vor.

Stadtkapelle spielt zum Auftakt

Jedes Jahr treffen sich die Alters- und Seniorenabteilungen zu einer kameradschaftlichen Zusammenkunft, aber auch zum Gedankenaustausch und zur Information über aktuelle Themen aus dem Feuerwehrwesen. Mehr als 200 Teilnehmer konnte der Kreisobmann Siegfried Frank in Laichingen begrüßen. Zum Auftakt des Nachmittags spielte die Stadtkapelle.

In seinem Jahresrückblick erinnerte Frank an verschiedene Tagungen in Bruchsal, Heidelberg oder Tuttlingen, aber auch an Ausflüge, Wanderungen und Betriebsbesichtigungen der einzelnen Abteilungen. Frank betonte, dass die Senioren – wo möglich und gesetzlich abgesichert – die Einsatzabteilungen (nach den Vorgaben von „65 Plus“) unterstützen und damit etwas entlasten würden.

Auch der Landesobmann der Senioren, Günther Benz aus Tuttlingen, stellrte sich vor. Benz referierte über Strukturen und Aufgaben der Gremien auf Landesebene, und er würdigte die Arbeit von Siegfried Frank, der über einen langen Zeitraum konstruktiv im Landesbeirat der Senioren mitwirkte und dort die Seniorenabteilungen aus dem Regierungsbezirk Tübingen vertrat. Gegenüber der SZ kündigte Frank an, sein Amt als Kreisobmann der Wehren Ende des Jahres niederzulegen. Aus Altersgründen.

Brandschutz problematisch

In Vertretung von Bürgermeister Klaus Kaufmann stellte Bernhard Schweizer dann den Anwesenden die Stadt Laichingen vor. Er vergaß nicht, die Probleme und die damit verbundenen finanziellen Belastungen anzusprechen, vor denen die Stadt gerade beim Brandschutz gestellt sei.

Vom Amt für Brand und Katastrophenschutz überbrachte Kreisbrandmeister Ralf Ziegler Grüße von Landrat Heiner Scheffold. Ziegler informierte über den Stand im Feuerwehrwesen auf Kreisebene. Anhand eindrucksvoller Bildern schilderte er mehrere schwierige Einsätze der Feuerwehren im Kreisgebiet im vergangenen Jahr.

Der Kreisbrandmeister sprach auch die Bezuschussung des Landes für Anschaffungen für die Feuerwehren an – gegenüber den Jahren zuvor habe sich diese „etwas gebessert“. Er dankte den Senioren für ihre wichtige Aufgabe bei der Pflege der Kameradschaft in den Wehren.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen