Was Bier mit Gottes Schöpfung zu tun hat

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 Wolfgang Steffel (re.) bringt am Freitag viel Wissenswertes zum Bier mit nach Machtolsheim.
Wolfgang Steffel (re.) bringt am Freitag viel Wissenswertes zum Bier mit nach Machtolsheim. (Foto: pr)
Schwäbische Zeitung

„Gott erhalt’s – Hopfen und Malz. Was hat Gottes Schöpfung mit Bierbrauen zu tun?“Darum geht es beim Männervesper an diesem Freitag, 9. November, in der Lindenhalle in Machtolsheim. Das Männervesper-Team der Laichinger und Blaubeurer Alb lädt alle Männer herzlich ein. Referent ist Dekanatsreferent Wolfgang Steffel.

Das Männervesper beginnt um 19 Uhr. Referent ist Wolfgang Steffel, 48 Jahre alt. Er ist Dekanatsreferent beim katholischen Dekanat Ehingen-Ulm und studierte Sozialpädagogik, Theologie und Philosophie. Seine Doktorarbeit trug den Haupttitel „Identität im Glauben“. Steffels geistiges Anliegen sei es, Menschen mit ihren Empfindungen beim Weg zu einem christlichen Glauben zu helfen, heißt es in der Einladung.

Auch geistliche Anekdoten

Steffel wird in Machtolsheim über das Thema „Gott erhalt’s – Hopfen und Malz. Was hat Gottes Schöpfung mit Bierbrauen zu tun?“ sprechen. In seinem Referat werde es um Wissenswertes zum Gerstensaft gehen, auch geistliche Anekdoten fehlten nicht. Mit Schlaglichtern aus der Kultur- und Religionsgeschichte des „flüssigen Brotes“ vermittelt er eine christliche Sicht von Bier und Braukunst, denn der aufwändige Vorgang des Bierbrauens könne Sinnbild dafür sein, wie Gott in der Schöpfung alles entstehen ließ und das Universum ständig im Leben hält.

Ein Grundnahrungsmittel

Aus Gerste und Weizen wurde das erste Bier gebraut. Es wurde zum wichtigsten Getränk der frühen Menschheitskulturen und begleitet die Menschheit bis heute. Bier war im Mittelalter ein Grundnahrungsmittel: Es wurde auch „flüssiges Brot“ genannt, weil es den armen Menschen als reichhaltiges Nahrungsmittel diente. Sogar in der Fastenzeit vor Ostern und Weihnachten musste nicht auf das Getränk verzichtet werden. Denn die Fastenregel besagte nur, dass feste Nahrung verboten war. Der gute Geschmack war im Mittelalter eher Glückssache. Schmeckte ein Bier, so wurde es sogleich als „Tat Gottes“ gepriesen. Aus dieser Zeit stammt auch der Spruch: „Hopfen und Malz, Gott erhalt’s.“

Das Männervesper-Team der Laichinger Alb lädt herzlich ein. Wie immer beginnt die Veranstaltung mit einem warmen Essen und Getränken. Denn miteinander essen, ins Gespräch kommen und neue Gedankenanstöße erhalten, das sind Bestandteile des Männervespers.

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