Warum es die meisten Fünftklässler an die Realschule zieht

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Für die Rektorin des Laichinger Albert-Schweitzer-Gymnasium Cordula Plappert (rechts) und ihre Stellvertreterin Sabine Bühler h
Für die Rektorin des Laichinger Albert-Schweitzer-Gymnasium Cordula Plappert (rechts) und ihre Stellvertreterin Sabine Bühler hat die Schule schon begonnen. Hier sitzen sie am Dienstag bei Vorbereitungen in der Schule zusammen. (Foto: rau)
Redaktionsleiter

Die Laichinger Realschule hat sich ihren „Spitzenplatz“ vom Gymnasium zurückgeholt. Unter den drei weiterführenden Schulen wurden an ihr die meisten neuen Fünftklässler angemeldet. Das Laichinger Gymnasium kann aber trotzdem nicht klagen, fast 100 neue Schüler werden dort nächste Woche begrüßt. Knapp 40 neue Schüler wurden für die Laichinger Gemeinschaftsschule angemeldet.

Die Laichinger Alb ist ländlich geprägt. Ablesen lässt sich dieser Umstand auch daran, an welcher Schule Eltern ihre Kinder anmelden. Am Gymnasium, der Realschule oder der Gemeinschaftsschule? In Laichingen sind fürs neue Schuljahr die meisten neuen Fünfer an der Realschule angemeldet worden: 104.

„Auf dem Land“ eher Realschule

Während in Städten wie in Ulm in der Regel das Gymnasium bevorzugt wird – und das noch eher, seit es die verpflichtende Grundschulempfehlung nicht mehr gibt –, schicken die meisten Eltern ihre Schüler „auf dem Land“ auf die Realschule. Ein Grund: Der tiefer verwurzelte Mittelstand in ländlich geprägten Regionen. Dieser setzt noch immer vor allem auf Realschüler, die nach der Mittleren Reife in eine Ausbildung starten.

Zuletzt aber waren immer weniger Schüler an der Laichinger Realschule angemeldet worden. Vergangenes Jahr waren es „nur“ 89 Schüler, davor (fürs Schuljahr 2016/17) waren es noch 108 Anmeldungen, und 2015/16 sogar noch 125. Nun sind es wieder stabil über 100. Sehr zur Freude von Rektor Johannes Treß. Damit ließen sich vier angenehm große Fünferklassen bilden. „Gut“, so Treß, sei auch die Lehrerversorgung. Die Realschule geht mit 49 Lehrkräften ins neue Schuljahr, einem mehr als im vergangenen.

98 neue Fünfer

Entspannt blickt auch Cordula Plappert, die Rektorin des Laichinger Albert-Schweitzer-Gymnasiums aufs kommende Schuljahr. 98 neue Fünfer werden kommende Woche begrüßt. Letztes Schuljahr waren dies noch 107, aber diese marginale Veränderungen beunruhigen Plappert nicht. Im Gegenteil: Mit 98 Schülern sind die vier neuen Fünferklassen am Gymnasium sogar noch kleiner als die an der Realschule. Je kleiner die Klasse, desto angenehmer hat es der Leher (im besten Fall auch die Schüler).

An der Laichinger Gemeinschaftsschule werden kommende Woche 39 neue Fünftklässler ihre weiterführende Schulkarriere aufnehmen; deutlich weniger als im vergangenen Jahr. Da waren es noch 56 neue Fünfer. Für Rektorin Anne Dorothee Schmid ist es aber am aller wichtigsten, dass pro neuem Jahrgang zwei Klassen gebildet werden können. Dies ist auch mit den 39 Neuen der Fall. Die letztjährige Zahl sieht Schmid als Ausreißer nach oben – „eine Ausnahme“. Die zur Folge hatte, dass in jeder Klasse 28 Schüler saßen. Für die Gemeischaftsschule, die ein anderes pädagogisches Konzept verflogt als Gymnasium und Realschule, „wirklich viel“.

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