Volker Hausen dankt allen Beteiligten: „Ich bin glücklich!“

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Volker Hausen dankt allen Beteiligten: „Ich bin glücklich!“
Volker Hausen dankt allen Beteiligten: „Ich bin glücklich!“ (Foto: Kriegler)
Schwäbische Zeitung

Zehn Konzerte in acht Tagen, alle gut besucht – das ist eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Hochkarätige Musiker, außergewöhnliche Sänger, ein begeistertes Publikum und viele treue Helfer des Kammermusik-Vereins haben das Jubiläum zum 25-jährigen Bestehen der Konzertreihe „Stunde der Kammermusik“ im Alten Rathaus zu einem unvergesslichen Ereignis gemacht. Hier ein Rückblick mit Volker Hausen. SZ-Mitarbeiterin Jutta Kriegler hat mit ihm gesprochen.

SZ: Herr Hausen, wie haben Sie das 25jährige Jubiläum erlebt?

Volker Hausen: Ich bin glücklich! Die Festwoche war ein großartiges Erlebnis für mich, ein Höhepunkt in der Geschichte der Kammermusikstunde. Ich nehme wunderbare Erinnerungen mit, die mich noch lange begleiten werden: Die Konzerte mit Pianistin Ines Klotina, die uns verzaubert hat. Die Stuttgarter Saloniker, die den Glanz der Jahrhundertwende wieder aufleben ließen. Der Orgelabend, bereichert durch Blockflöte und Oboe. Die Musikschule mit ihrem vielfältigen Programm. Die Lesungen aus Briefen bekannter Komponisten, umrahmt mit Auszügen ihrer Werke am Steinway-Flügel. Unsere Opernsänger und der Jazz-Abend mit der Münchner Band Allotria – alles sehr gelungen.

Was war die größte Herausforderung für Sie?

Zehn Konzerte in acht Tagen – das war ein ehrgeiziges Projekt. Wir hatten ein hohes Risiko, aber ich habe immer daran geglaubt, dass das funktioniert. Unsere Hauptsorge war, dass wir vielleicht nicht genügend Publikum auf die Beine bringen bei so vielen Konzerten in dichter Folge. Deshalb haben wir auf die Vielfalt geachtet, damit für jeden Geschmack etwas dabei ist. Entscheidend für mich war die musikalische Qualität des Angebots. Wir haben bereits vor drei Jahren mit der Programmplanung begonnen, um die besten Künstler für das Jubiläum zu gewinnen.

Wie war die Rückmeldung von außen?

Ich bin von ganz vielen Menschen auf unsere Jubiläums-Festwoche angesprochen worden, selbst von Leuten, die nicht da waren. Die Festwoche hat eine große Außenwirkung und ist natürlich eine sehr gute Werbung für unsere Konzertreihe im Alten Rathaus mit 17 Veranstaltungen im Jahr. Die Festwoche war ein Ausschnitt unseres Jahresangebots in komprimierter Form. Ich hoffe, dass wir künftig auch dort einige neue Gesichter entdecken werden. Wir bieten Musik aus vielen Stilrichtungen und Epochen, zum Beispiel Klassik, Jazz, Blues, Folklore. Der rote Faden ist und bleibt für mich aber die Klassik mit dem Alten Rathaus als zentralem Veranstaltungsort.

Wie war die Resonanz in den Medien?

Wir sind von der Presse sehr gut begleitet worden. Sie ist unser Hauptansprechpartner und für uns unverzichtbar, auch beim Jahresprogramm. Zum Jubiläum kam ausnahmsweise auch das Fernsehen. Die SWR-Abendschau hat darüber berichtet, und auch ein Radio-Sender war vor Ort. Das Jubiläum hat große Wellen geschlagen. Wir sind weit über die Region hinaus wahrgenommen worden. Grund dafür war nicht nur die Festwoche, sondern letztlich unsere Leistungen in den vergangenen 25 Jahren.

Sie haben 2006 das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen, richtig?

Ja, das stimmt. Ich habe mich sehr darüber gefreut, aber ich hänge das nicht gern an die große Glocke.

Wie haben Sie das alles geschafft?

Mit vielen treuen Helfern und Unterstützern natürlich, anders hätten wir so ein Projekt nicht stemmen können. Ich möchte an dieser Stelle allen Vereinsmitgliedern nochmals ganz herzlich danken für ihren wirklich außergewöhnlichen Einsatz. Bestuhlung, Bewirtung, Ton und Technik, Dekoration, Blumensträuße für die Musiker, Broschüren und Flyer, Kartenverkauf – ich kann gar nicht alles aufzählen. Unser Jubiläums-Ausschuss hat viel geleistet. Auch die Ausstellung im Alten Rathaus mit den vielen Fotos und Artikeln war ein großer Aufwand. Falls ich jemand vergessen habe, möge er mir verzeihen.

Wer hat Sie noch unterstützt?

Die Stadt Laichingen hat unser Jubiläum mit einem Betrag unterstützt, der deutlich über unseren Erwartungen gelegen hat. Es gab auch Spenden von Privatpersonen und Firmen aus der näheren Umgebung, darunter das festliche Buffet bei den Salonikern. Deshalb hoffen wir, trotz hoher Ausgaben mit einem verkraftbaren Minus für die Festwoche davon zu kommen. Auch beim normalen Jahresprogramm sind wir weiterhin auf Spender und die Vereinszuschüsse der Stadt angewiesen. Die Eintrittsgelder und Mitgliedsbeiträge reichen nicht aus, um die Konzertreihe am Leben zu halten. Jedenfalls nicht bei unserem regulären Eintrittspreis im Alten Rathaus von zehn Euro pro Konzert. Programm-Flyer liegen bei der Buchhandlung Aegis und in anderen Geschäften in der Stadt aus.

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