Verkehrsminister: Kein Vollanschluss für Hohenstadt

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 Am Steuer: Winfried Hermann.
Am Steuer: Winfried Hermann. (Foto: dpa)
Deutsche Presse-Agentur
Schwäbische Zeitung

Der sechsstreifige Neubau des Albaufstiegs zwischen Mühlhausen und Hohenstadt an der A8 wird aus Bundesmitteln finanziert. Das haben der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) und der Staatssekretär aus dem Bundesverkehrsministerium, Steffen Bilger (CDU), am Dienstag in Stuttgart mitgeteilt. Dem Wunsch nach einem Vollanschluss einer in diesem Zuge neu realisierten A8-Anschlussstelle Hohenstadt erteilte er eine Absage.

Hermann begründete dies damit, dass der Bund die Maßnahme finanziere. Und dieser sehe keine Notwendigkeit, den neuen Anschluss Hohenstadt auch für Verkehr in und aus Richtung Stuttgart auszubauen. Planerisch zuständig ist das Regierungspräsidium Stuttgart. An dieses hat sich vor Kurzem der Gemeindeverwaltungsverband Laichinger Alb gewandt mit der Bitte, den Weg an der neuen Anschlussstelle Hohenstadt auch für den Stuttgarter Verkehr (und nicht nur aus und in Richtung Ulm) frei zu machen. Auch eine mittlerweile abgeschlossene Unterschriftenaktion hat dies zum Ziel (wir berichteten mehrfach).

 

Hermann sprach bei dem Termin weiter vom „größten Straßenbauprojekt im Land“ und Kosten von schätzungsweise 600 Millionen Euro. Immer wieder gebe es am Albaufstieg Staus und Unfälle. Mit der Erweiterung von vier auf sechs Spuren würde das letzte Nadelöhr auf der A8 beseitigt. Die vorgesehene Trasse des Albaufstiegs ist 8,3 Kilometer lang und damit um rund 3,8 Kilometer kürzer als die bisherige Strecke. Große Abschnitte werden in Tunneln und auf Brücken verlaufen. Vorgesehen ist ein sechsstreifiger Ausbau mit Standstreifen.

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