Schulen können getrennt werden

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Erst im Sommer wurde diese Bewegungslandschaft an der EKS eingeweiht (Kosten: 8000 Euro). Ob Schüler das Klettergerüst jedoch a
Erst im Sommer wurde diese Bewegungslandschaft an der EKS eingeweiht (Kosten: 8000 Euro). Ob Schüler das Klettergerüst jedoch auch mittelfristig so rege nutzen, ist fraglich. Denn im Gespräch ist ein Neubau der EKS (Gemeinschafts- aber auch Grundschu (Foto: Archiv: memu)
Redaktionsleiter

Es ist prinzipiell möglich, die Laichinger Grundschule von der Gemeinschaftsschule zu trennen: weil die Gemeinschaftsschule erst ab Klasse fünf greift. Letzteres hat am Montag die Stadtverwaltung klargestellt. Aktuell befinden sich beide Schulen unter einem Dach und firmieren gemeinsam als Erich-Kästner-Schule, mit einer Schulleitung.

Es war nur ein kleiner Hinweis, den Hauptamtsleiter Stefan Binder am Ende der Gemeinderatssitzung am Montagabend unter dem Punkt „Bekanntgaben“ abgab. Jedoch einer, der große Auswirkungen haben kann.

Binder merkte an, dass die Verwaltung das Verhältnis zwischen Grund- und Gemeinschaftsschule geprüft habe, auf Basis des Beschlusses, mit dem der Gemeinderat eine Gemeinschaftsschule für Laichingen beantragt hatte. Ergebnis, so die Verwaltung: Beantragt und genehmigt worden sei die Gemeinschaftsschule als Schulform der Sekundarstufe eins. Sprich, als Schule für Schüler der Klassen fünf bis zehn. Binder ergänzte aber: Die Grundschule befände sich in einem „Schulverbund“ mit der Gemeinschaftsschule. Sprich: zwei Schulen, eine Schulleitung.

Binders Klarstellung ist jedoch relevant. Denn es kursiert im Gemeinderat die Idee, die beiden Schulen auch räumlich und organisatorisch voneinander zu trennen (wir berichteten). Dies ginge aber nur, wenn es auch pädagogisch zu keinem allzu großen Bruch kommt.

Hintergrund ist die geplante Neuordnung der Laichinger Schullandschaft, und Ausgangspunkt hierfür das marode Gebäude der EKS. Verwaltung und Gemeinderat tendieren zu einem oder mehreren Neubauten statt zu einer Sanierung. Und dadurch würde sich die Chance ergeben, die Schulen neu aufzustellen, sprich: zu trennen. Was womöglich den verlockenden Charme hätte, dass es leichter würde, das Umland bei der Finanzierung der weiterführenden Schulen ins Boot zu holen (was die Gemeinschaftsschule ja ist); als wenn Gemeinschafts- und Grundschule (nur für Laichinger Schüler) weiter als eine gemeinsame Schule, die EKS, betrieben würden.

Über die grobe Verständigung hinaus, die EKS nicht mehr zu sanieren, sind noch keine Entscheidungen gefallen. Es gab aber bereits eine Kontaktaufnahme zwischen dem Laichinger Bürgermeister und seinen Umland-Kollegen bezüglich einer Terminabsprache zu Gesprächen über eine Beteiligung. Diese sollen möglichst noch in diesem Jahr stattfinden.

Gegen eine Trennung von Grund- und Gemeinschaftsschule hatten sich Rektorin Anne Dorothee Schmid sowie zuletzt Eltern der EKS ausgesprochen (wir berichteten). Die Eltern befürchten, dass eine Trennung den Verwaltungsaufwand erhöhen könnte, außerdem würde es dann wahrscheinlich noch schwerer, Lehrer zu finden. Schmid lässt wissen: „Wir sind eine gemeinsame Schule mit einer Schulleitung.“ Sie ergänzt: „Bei der eingereichten pädagogischen Konzeption waren Klasse 1 bis 10 im Fokus.“ Eine Trennung des Schulverbunds „und somit eine Änderung des Konzepts“ liege, so Schmid, aber in der Entscheidung des Trägers (Stadt). Schmid abschließend: „Dann müsste meines Erachtens vom Träger ein neuer Antrag gestellt werden.“

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