Schönstes Drachenfest seit vielen Jahren

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Redaktionsleiter

So viele Besucher wie lange nicht haben am Wochenende das Laichinger Drachenfest auf dem Flugplatz besucht. Mehr als zufrieden zeigte sich der Verein Albflyer, der für das Drachenflieger-Programm zuständig war. Auch der Laichinger Flugsportverein, der das Fest ausrichtete, dürfte ein extrem positives Fazit ziehen. Kommendes Jahr steigt die 20. Ausgabe des bunten Himmelsspektakels.

Hunderte, wenn nicht sogar Besucherzahlen im vierstelligen Bereich, dürften der Laichinger Flugsportverein sowie der Drachenflieger-Verein Albflyer an diesem Wochenende auf dem Laichinger Flugplatzgelände gezählt haben. Großen Anteil daran hatte das traumhafte Wetter, Sommerfeeling pur an beiden Tagen. Wer keine Sonnenbrille aufhatte, war im Nachteil. Weil er Probleme gehabt haben dürfte, die vielen bunten Drachen im blauen Himmel im Angesichts strahlenden Sonnenscheins auch ausmachen zu können.

Martin Haug vom Verein Albflyer moderierte unter anderem den Teil des Programms, in dem Drachenflieger-Profis auf einem abgesteckten Areal – unter den Augen vieler Zuschauer – wahre Kunststücke vorführten. „Einfach megageil“ sei das diesjährige Drachenfest, sagte er.

Und er muss es wissen. Seit 19 Jahren schon ist Haug beim Laichinger Drachenfest dabei. Die diesjährige Ausgabe sei eine besondere, meinte er. „In den letzten Jahren war es meist immer nur einen Tag schön“, so Haug, „wenn überhaupt“ (2017 sei „nass“ gewesen). Dass das Wetter an beiden Tagen so klasse mitspielt wie heuer, sei schon außergewöhnlich.

Tricks in der Luft

Ein echter Könner an den Schnüren ist Jörgen Rauneker (der Cousin des Verfassers dieses Textes; die Begegnung beim Drachenfest war tatsächlich rein zufällig und ungeplant). Seit er ein Kind ist, lässt der Ulmer Drachen steigen. Sein Vater, Markus Rauneker, baut Drachen und betreibt eine Drachen-Flugschule. Moderator Martin Haug zeigte sich begeistert von den Tricks, die Jörgen Rauneker anstellte: Aufsteigen, fallen lassen, der Drachen kippte nach links, nach rechts oder drehte sich um die eigene Achse.

Die Besucher kamen nicht nur aus dem gesamten süddeutschen Raum, sondern auch aus dem Ausland. „Viele sind dieses Mal aus der Schweiz da“, sagte Haug. Und die meisten von ihnen nächtigten in Wohnmobilen. Was sich am Wochenende wieder zeigte: Das Gelände des Flugsportvereins ist nicht nur für ein Musikfestival geeignet, sondern auch für eine Veranstaltung wie das Drachenfest, bei der viel Platz benötigt wird.

Lange Schlangen

Viele Familien waren unter den Gästen. Denn neben den Vorführungen – so unter anderem dem spektakulären Nachtfliegen am Samstag – besteht der große Reiz des Drachenfests darin, gemeinsam mit der Familie eigene Drachen steigen zu lassen. Die Hänge des Flugplatzes waren bevölkert mit Papas und Mamas, die versuchten, mit ihren Kindern den eigenen Drachen in die Luft zu bekommen, beziehungsweise, diesen oben zu „halten“. Was zeitweise ein wenig fehlte, war allerdings der Wind, zumindest am Sonntag.

Viel zu tun gab es für den Flugsportverein. Lange Schlangen bildeten sich vor der Essens- und Getränkeausgabe. Die Biertischgarnituren vor der Halle waren sehr gut besetzt. Dicht drängten sich die Besucher auch auf einem Markt für Drachen und Zubehör, auch ein Karussell drehte seine Runden. Nächstes Jahr steigt die 20. Ausgabe. Martin Haug weiß schon den Termin: „Am 5. und 6. Oktober.“ Zu diesem Anlass habe sich der Flugsportverein etwas Besonderes ausgedacht, so Haug. Verraten könne er aber noch nichts.

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