Polizei warnt vor falscher Polizei

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Mehrere falsche Polizeibeamtinnen haben auf der Laichinger Alb Bürger am Telefon kontaktiert.
Mehrere falsche Polizeibeamtinnen haben auf der Laichinger Alb Bürger am Telefon kontaktiert. (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung

Falsche Kommissarinnen gehen um. Gleich elf Mal haben am Dienstag angebliche Polizeibeamtinnen auf der Alb ihr Unwesen getrieben, in Berghülen, Drackenstein und Laichingen.

Die echte Polizei teilte am Donnerstag mit: Dreiste Anruferinnen versuchten zwischen 20 Uhr und 21.30 Uhr, an Informationen von Anwohnern aus Berghülen, Drackenstein und Laichingen zu kommen. Sie gaben sich als Polizeibeamtinnen aus. Eine Täterin sprach gebrochen Deutsch, eine zweite reines Hochdeutsch. Die falschen Polizeibeamtinnen warnten zunächst vor Einbrecherbanden.

Anschließend fragten die Täter, ob Wertsachen im Haus sind. Die Anwohner reagierten goldrichtig. Sie antworteten nicht auf die Fragen. Stattdessen informierten sie die Polizei. Die richtigen Polizeibeamten (0731 / 1880) ermitteln nun. Die Beamten stellten fest, dass bei einigen Opfern die Notrufnummer 110 angezeigt wurde.

Hinweis der Polizei: „Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten. Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotruf-Nummer 110 an. Das tun nur Betrüger.“ Sind Sie sich unsicher, wählen Sie die Nummer 110. Sie können sich aber auch an das örtliche Polizeirevier wenden. Erzählen Sie den Beamten von den Anrufen. Am besten ist, wenn Sie die Nummer Ihrer örtlichen Polizeibehörde sowie die Notrufnummer 110 griffbereit am Telefon haben, damit Sie sie im Zweifelsfall selber wählen können. Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse. Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. „Geben Sie Betrügern keine Chance, legen Sie einfach den Hörer auf. Nur so werden Sie Betrüger los. Das ist keinesfalls unhöflich!“

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