Laichingerin startet als Schauspielerin in Berlin durch – und kommt jetzt zurück in ihre Heimat

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 Stefanie Steffen heute: eine Schauspielerin in Berlin. Das kleine Foto zeigt sie als Schülerin am ASG.
Stefanie Steffen heute: eine Schauspielerin in Berlin. Das kleine Foto zeigt sie als Schülerin am ASG. (Foto: Stefan Klüter)
Schwäbische Zeitung

Vielen Laichingern ist sie noch gut im Gedächtnis: Stefanie Steffen (30), Absolventin des Albert-Schweitzer-Gymnasiums, heute Schauspielerin. Sie lebt in Berlin und gibt am Mittwoch kommende Woche in Laichingen ein Gastspiel; bei einer Lesung anlässlich der Konzertreihe der „Stunde der Kammermusik“.

Von klein auf, bereits in der Schule, hat sich Stefanie Steffen für die Schauspielerei begeistert und bei vielen Aufführungen der Theater-AG mitgewirkt. Volker Hausen erinnert sich noch daran, wie sich die Zehnjährige in der 5. Klasse, gerade neu ans Gymnasium gekommen, gleich für eine Rolle in der Theater-AG meldete und diese mit unglaublichem Talent spielte.

 Stefanie Steffen als Schülerin.
Stefanie Steffen als Schülerin. (Foto: grs)

Vielen ist sie noch in Erinnerung durch ihre Auftritte in den Musicals „Linie1“ und „West Side Story“ während ihrer Schulzeit am Albert-Schweitzer-Gymnasium. Außerdem hat Steffen, die in Nellingen aufgewachsen ist, während ihrer ganzen Schulzeit im Schulchor eine tragende Rolle gespielt, auch mit Solobeiträgen.

Ein kesser Hafenjunge

Nach dem Schauspielstudium zeigte sie auch ihr berufliches Können im Musical. So führte sie ihr Berufsweg konsequent nicht nur zum Sprechtheater, sondern sie füllt immer wieder auch Rollen in Musikstücken aus. Die Verfasserin dieses Artikels konnte Stefanie Steffen auf der Freilichtbühne in Dinkelsbühl in einer Doppelrolle in Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“ erleben. Zunächst als kesser Hafenjunge mit Schlapphut, sodann aber auch als laszive Dirne von Mackie Messer mit verführerischem Charme stellte sie ihre schauspielerische Vielfalt unter Beweis. Steffen hat in ihrem jungen Schauspielerinnenleben schon mehrere Auszeichnungen erhalten. So wurde sie für ihre Darstellung der Gelsomina in „La Strada“ mit dem Theaterpreis der „Fränkischen Landeszeitung“ als beste Schauspielerin 2014 ausgezeichnet.

 Pianistin Dascha Klimov aus Ulm, begleitet von ihrer neunjährigen Schwester Sascha.
Pianistin Dascha Klimov aus Ulm, begleitet von ihrer neunjährigen Schwester Sascha. (Foto: grs)

Eine kleine Sensation bietet der Abend „Acht Komponisten in Briefen und Erinnerungen“ am 20. März nicht nur durch Stefanie Steffen. Auch der musikalische Teil hat es in sich. Getragen wird er von der elfjährigen Pianistin Dascha Klimov aus Ulm, begleitet von ihrer neunjährigen Schwester Sascha auf der Violine. Dascha Klimov hat kürzlich in Ulm ein 90-minütiges Konzert allein bestritten und die Zuhörer völlig verzaubert. Dieses Kind spielt schwierigste Stücke auswendig und behandelt den Flügel wie ein Spielzeug. Hier ist sicher ein großes Talent am Entstehen; ihre Klavierlehrerin Susanne Lohwasser hat diesen Edelstein mit Professionalität bearbeitet. Die Schwester Sascha ist für ihr Alter ebenfalls sehr weit fortgeschritten.

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