Obligatorisch: das Gruppenfoto auf dem Reichstagsgebäude.
Obligatorisch: das Gruppenfoto auf dem Reichstagsgebäude. (Foto: RB)
Schwäbische Zeitung

Bundestagsabgeordnete Margit Stumpp hatte den „Verbund der Erzeuger erneuerbarer Energien“ (VEEE), der seinen Sitz in Laichingen hat, zu einer Bildungsreise nach Berlin eingeladen. Zwölf Mitglieder des VEEE folgten dem Ruf der Heidenheimer Wahlkreisabgeordneten, darunter auch der Fraktionsvorsitzende von B’90/Die Grünen im Kreistag Alb-Donau Robert Jungwirth, sowie der Westerheimer Pius Kneer (B90/Die Grünen), ebenfallss Kreistagsmitglied.

Im Fokus der Bildungsreise standen laut Mitteilung geschichtliche Aspekte und Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt, aber auch die Aufgabenstellung der politischen Instanzen wie die des Auswärtigen Amts, des Bundeskanzleramts oder des Bundestags. Mit der Besichtigung des Bundeskanzleramtes, das „eines der beeindruckendsten“ Ereignisse am Tag der Anreise war, startete die Reisegruppe ihre Bildungsreise in Berlin.

Der Zugang war „nur unter strengsten Sicherheitsanforderungen“ möglich, „da Frau Merkel ebenfalls im Gebäude war“ und zu dieser Stunde eine Kabinettssitzung vorbereitet wurde.

Auch brach die Reisegruppe zu einer politisch orientierten Stadtrundfahrt auf. Auf der Agenda der Gendarmenmarkt, der Potsdamer Platz und das Regierungsviertel. Um 13 Uhr wurde der VEEE mit zwei weiteren Reisegruppen aus Baden-Württemberg im Reichstagsgebäude zu einer Plenarsitzung empfangen. Dort hatten die Beteiligten die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen des Bundestages zu werfen und sich ein Bild der täglichen Aufgaben der Abgeordneten zu machen. Im Anschluss an eine abschließende „und beeindruckende Diskussionsrunde“ mit Margit Stumpp verließen die VEEE-Mitglieder das Reichstagsgebäude gen Reichstag-Ufer, wo sie den „Tränenpalast“ in der ehemaligen Ausreisehalle der DDR auf sich wirken lassen und den informationsreichen Tag ausklingen lassen konnten.

Am darauffolgenden Tag ging es zur Gedenkstätte des deutschen Widerstands in die Stauffenbergstraße. Die Gedenkstätte ist ein Denkmal und eine Bildungsstätte zur Erinnerung an den gesamten deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Die VEEE-Mitglieder hatten dort zwei Stunden Zeit, bevor der zweite Teil der Stadtrundfahrt startete. Nach einer zweistündigen Besichtigung der geschichtsträchtigen Metropole traf man um 13 Uhr im Berliner Fernsehturm am „Alex“ zum Mittagessen in 240 Metern Höhe ein. Um 15 Uhr stand der letzte Termin des Tages auf der Agenda: das Auswärtige Amt.

Nach einem fünfminütigen Sicherheitscheck, der in jedem Regierungsgebäude Pflicht ist, konnte die Gruppe an Gesprächen mit Mitarbeitern des Auswärtigen Amts teilnehmen und erfahren, in welchen Fällen dieses agieren muss. Um 16.30 Uhr war das Programm beendet und der letzte Abend brach an. Um die Bildungsreise „standesgemäß“ ausklingen zu lassen, besuchte man später ein politisches Kabarett.

Am Abreisetag standen die VEEE-Mitglieder um 10 Uhr vor den Toren des Stasi-Museums, die letzte Station der Reise. Die Führung durch die alten Gebäude der Stasi erwies sich als „sehr interessant“ und die Gruppe konnte viele Erkenntnisse aus den DDR-Zeiten mitnehmen. Beispielsweise, dass es neben 180 000 nebenberuflichen Stasi-Angestellten 90 000 Hauptberufliche gab, die durch ihre Anstellung jegliche Vorteile in der Gesellschaft ausnutzen konnten und das dreifache Einkommen eines Ingenieurs hatten.

Alle Beteiligten genossen „die interessante Bildungsreise“ „in vollen Zügen“.

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