Laichinger SPD: Deponie früher schließen

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„Keinesfalls“ will sich die Laichinger SPD damit abfinden, dass die Erdaushub- und Bauschuttdeponie „Unter Kaltenbuch“ bei Suppi
„Keinesfalls“ will sich die Laichinger SPD damit abfinden, dass die Erdaushub- und Bauschuttdeponie „Unter Kaltenbuch“ bei Suppingen erst in 50 Jahren geschlossen werden soll. (Foto: Rauneker)
Schwäbische Zeitung

Mit „großem Engagement“ haben sich laut eigener Auskunft die Laichinger Sozialdemokraten in ihrer Mitgliederversammlung in der vergangenen Woche mit den Europa- und Kommunalwahlen beschäftigt. Ortsvereinsvorsitzender Walter Schreyer betonte die Wichtigkeit demokratischer Wahlen in einer Zeit, in der Rechtspopulisten mit ihren einfachen Antworten auf komplizierte Probleme Unruhe und Unfrieden verbreiteten.

Die Kreistagskandidaten-Liste der SPD für den Wahlkreis Laichingen steht. Sie besteht aus acht Bewerberinnen und Bewerbern aus Laichingen und benachbarten Kommunen und wird nach der Nominierungsversammlung am 18. März im Gasthaus Rössle bekanntgegeben.

Eingehend befasste sich die Versammlung damit, wie die Raumschaft Laichingen im Alb-Donau-Kreis mehr Gewicht bekommen könnte. Bisweilen entstünde der Eindruck, als ob die Laichinger Alb ein „Stiefkind“ im Kreis wäre und im Kreistag nicht viel zu melden hätte, erklärte ein Teilnehmer. Mehrere Wortmeldungen bezogen sich auf den dringend notwendigen Breitbandausbau, die Weiterentwicklung der Digitalisierung und die Förderung der Jugendsozialarbeit. Außerdem müsse man jetzt schon damit beginnen, den Öffentlichen Personennahverkehr im Hinblick auf den künftigen Bahnhof Merklingen umzuplanen.

Die Kreiseinrichtungen in Laichingen, etwa das „Zentrum für Medizin, Pflege und Soziales“, die Martin- und die Wirtschaftsschule und die Berufsfachschule Metall müssten auf den neuesten Stand gebracht werden. Keinesfalls wolle man sich damit abfinden, dass die Erdaushub- und Bauschuttdeponie „Unter Kaltenbuch“ erst in 50 Jahren geschlossen und danach rekultiviert werden soll.

Begrüßt wurde, dass Laichingen, Ehingen und Langenau nunmehr „Integrations-Städte“ sind. Zuwanderung dürfe nicht nur als Belastung, sondern müsse auch als Chance gesehen werden. Die Laichinger SPD will den Prozess der Integration wohlwollend und, wenn’s sein muss, auch kritisch begleiten.

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