Laichinger Martinschule kommt in neuem Landkreis-Buch vor

Lara Hornung, Mitarbeiterin des „Regionalen Bildungsbüros“, liest in der Klasse vier bis sechs der Martinschule Laichingen.
Lara Hornung, Mitarbeiterin des „Regionalen Bildungsbüros“, liest in der Klasse vier bis sechs der Martinschule Laichingen. (Foto: ifi)
Ilse Fischer-Giovante

Bereits seit 2004 ist der „Bundesweite Vorlesetag“ Deutschlands größte Vorleseaktion, entstanden durch Initiative von DIE ZEIT und Stiftung Lesen, alljährlich stattfindend am dritten Freitag im November. Engagierte Fördererin des Lesens und Vorlesens übers ganze Jahr hinweg ist in Laichingen die Stadtbücherei. In diesem Jahr gab es am Vorlesetag eine zusätzliche Aktion: Mitarbeiterinnen des „Regionalen Bildungsbüros Alb-Donau-Kreis“ waren zu Besuch in der kreiseigenen Martinschule. Denn die Schule kommt in einem neuen Büchlein vor.

Dieses Pixi-Buch ist besonders

Herzlich begrüßt von Schulleiterin Marion Serwe und Stellvertreter Martin Erstling wurden als Vorleserinnen Lara Hornung – sie las für die Klassen vier bis sechs – und Amelie Rathgeb, die Vorleserin in den Klassen eins bis drei.

Mitgebracht hatten sie zwei unterschiedliche Bilderbücher: Für die unteren Klassen „Trau dich, sag was“ von Peter H. Reynolds, in dem Kinder früh vermittelt bekommen, für andere einzustehen. Etwas ganz Besonderes ist das Pixi-Buch „Was macht der Alb-Donau-Kreis“, das auf eine Initiative des Deutschen Landkreistags zurückgeht. Dieses Mini-Buch soll kostenfrei verteilt werden in allen Grundschulen des Alb-Donau-Kreises und einen Beitrag zu Alltagswissen und politischer Bildung leisten. Koordinator im Landratsamt war Daniel Best vom Bildungsbüro, der die Inhalte in enger Abstimmung mit den Fachdiensten des Landratsamts erarbeitete.

Martinschule exakt gezeichnet im Buch

Anlässlich des bundesweiten Vorlesetags wurde das Mini-Buch erstmals in einer Schule vorgestellt. Warum gerade die Laichinger Martinschule ausgewählt wurde, erfuhren die Schüler und Lehrerin Corina Knupfer bei der Präsentation von Lara Hornung: Die Martinschule ist exakt gezeichnet im Buch und steht exemplarisch für die Landkreisaufgabe, Schulen zu bauen und auszustatten.

Auch die weiteren Aufgaben des Kreises sind im Mini-Buch dargestellt, eingebettet in eine gezeichnete Radtour des Landrats Heiner Scheffold mit einigen neugierigen Kindern. Stationen darin sind das Müllheizkraftwerk im Ulmer Donautal, das Biosphärengebiet Schwäbische Alb, eine Bushaltestelle, das Krankenhaus Blaubeuren und das Verwaltungsgebäude des Landratsamts. Anschaulich werden die damit zusammenhängenden Aufgaben des Landkreises erzählt: die Müllverwertung, die Unterhaltung der Kreisstraßen und -Radwege, die Pflege des kreiseigenen Waldes und der ausgewiesenen Schutzgebiete, der öffentliche Nahverkehr, die Gesundheitsversorgung und der Bau und Betrieb von Krankenhäusern und Pflegeheimen.

Auch abstraktere Themen angesprochen

Doch auch abstraktere Themen sind angesprochen: die Aufgaben und die Wahl von Landrat und Kreisräten und sogar woher die Einnahmen des Kreises kommen (selbst den Begriff „Kreisumlage“ könnten die Schüler lernen), die Aufgaben von Wirtschaftsförderung und Jobcenter oder des Dezernats „Jugend und Soziales“.

Bei ihrer Präsentation mit Hilfe des neuen „Digitalen Whiteboards“ der Martinschule knüpft Landratsamtmitarbeiterin Lara Hornung an an die Erfahrungswelt der Schüler: Abstimmungen kennen sie durch die SMV- und die Klassensprecherwahlen, auch im Krankenhaus waren die meiksten schon mal oder haben Besuche gemacht, dass die eigene Schule („gut nachgezeichnet“) im Mini-Buch vorkommt, finden alle „cool“.

Lehrerin Corina Knupfer demonstriert im Anschluss, wie die komplexen Inhalte des Büchleins im Unterrichtsgespräch erläutert werden können. Auch die Anregung von Schulleiterin Marion Serwe, das Mini-Buch im Fach „Wirtschaft/Arbeit/Gesundheit“ der Klassen 8/9 einzubeziehen, wird von den Mitarbeiterinnen des Regionalen Bildungsbüros gerne aufgegriffen. Insgesamt werten sie den Besuch in der Martinschule als sehr lohnend, bot er doch die Gelegenheit, abseits des Büros Schule und Unterricht „von innen“ zu erleben und eine Rückmeldung zum erstellten Mini-Buch zu erhalten. Schulleiterin Marion Serwe ihrerseits dankte für die persönliche Präsentation. Durch die modellhafte Darstellung der Martinschule im Mini-Buch sei die Identifikation der Schüler besonders hoch und das Interesse geweckt, das bei manchen vielleicht sogar zu Hause mit den Eltern nochmals aufgegriffen wird.

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