Laichingen schließt Rathaus und Ortsverwaltungen

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Bürgermeister vor dem Rathaus
Der Laichinger Bürgermeister Klaus Kaufmann. (Foto: msc)
Schwäbische Zeitung

Die Landesregierung ordnet an, dass ab Dienstag alle Schulen und Kindergärten bis nach den Osterferien geschlossen bleiben, um die Verbreitung des Coronavirus zu verzögern.

Die Stadt Laichingen reagiert auf diese Anordnung mit der Schließung der Rathäuser in der Bahnhofstraße 26 und 5 sowie der Ortsverwaltungen in den Stadtteilen Feldstetten, Machtolsheim und Suppingen für die Öffentlichkeit.

Bürgermeister Klaus Kaufmann erklärt: „Dies bedeutet aber nicht, dass keine Dienstleistungen in den städtischen Verwaltungen mehr stattfinden. Die Bevölkerung möge im Bedarfsfall mit unseren Verwaltungen am besten per Telefon oder E-Mail in Kontakt treten, um abklären zu können, ob das Anliegen verschoben werden kann oder gar am Telefon bereits beantwortet werden kann. Die städtischen Bediensteten werden dies in jedem Einzelfall abklären. Nur wenn beide Optionen, Verschiebung oder Erledigung am Telefon, beispielsweise aufgrund von Dringlichkeit nicht möglich sind, kann eine persönliche Vorsprache des Kunden mit Termin vereinbart werden.“

Die Schließung der städtischen Verwaltungen wird ab Montag, 16. März, in Kraft treten. Sie gilt, so Kaufmann, „bis auf Weiteres“.

Außerdem wird aus demselben Anlass die Kleinschwimmhalle für die Öffentlichkeit ab Montag geschlossen, ebenfalls bis auf Weiteres.

Die Laichinger Stadtbücherei wird ab Dienstag, 17. März, zu sein, die ausgeliehenen Medien werden automatisch verlängert.

Zudem sind ab sofort Veranstaltungen mit mehr als 50 teilnehmenden Personen in Laichingen und seinen Ortsteilen verboten. Eine entsprechende Allgemeinverfügung mit sofortiger Wirkung wurde am Freitagnachmittag erlassen.

Sie ist bindend für alle Personen, die im Stadtgebiet inklusive der Teilorte Feldstetten, Machtolsheim und Suppingen wohnen, arbeiten oder sich hier anderweitig aufhalten. Entgegen der Verfügung des Landes Baden-Württemberg setzt die Stadt Laichingen hier die Untersagung von Veranstaltungen bereits bei einer Personenzahl von über 50 Personen an.

„Wir haben die Personengrenze auf die Hälfte der Landesverfügung herabgesetzt, um praktisch einen doppelt so hohen Schutz für unsere Bevölkerung zu erreichen“, sagt Kaufmann. Die Bevölkerung sei aufgefordert, sich strikt daran zu halten.

„Verstöße werden mit den dafür zuständigen rechtlichen Vorgaben geahndet. Wir hoffen allerdings, dass hier im Sinne der Gesundheit von uns allen die Vernunft in der Bevölkerung überwiegt und keine Sanktionen erfolgen müssen“, sagt der Schultes.

Kaufmann erklärt: „Wir haben uns aufgrund der aktuellen Ausbreitungssituation durch das Coronavirus zu diesen Maßnahmen entschlossen, um effektiv die Gesundheit unserer Bevölkerung zu schützen. Besonders im Hinblick auf gefährdete Bevölkerungsgruppen, wie ältere Menschen, geschwächte Menschen aufgrund von Vorerkrankungen und chronischen Erkrankungen, reagieren wir mit diesen Maßnahmen und bitten um die Solidarität und Unterstützung unserer gesamten Bevölkerung bei der Eindämmung der Ausbreitung des Virus.“

Jeder könne dazu beitragen, indem er seine persönlichen sozialen Kontakte auf das Mindestmaß reduziert, am besten derzeit auf den engsten Familienkreis beschränkt, so auch die Verhaltensempfehlung der Landesregierung, damit das Land handlungsfähig bleibt und die Gesundheit aller bestmöglich geschützt ist.

Bürgermeister Klaus Kaufmann dankt allen Bürgerinnen und Bürgern für Ihr Verständnis und die unbedingte Einhaltung der Anordnungen sowie erhöhter persönlicher Hygiene auch im privaten häuslichen Bereich und wünscht allen Menschen in Laichingen, dass sie gesund bleiben.

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